Tolga Köroglu ist ein wichtiger Spieler für den SV Stockum. © Greis
Adventskalender

Türchen 22: Welchen Ex-Trainer des SV Stockum Tolga Köroglu „Baba“ nannte

Tolga Köroglu spielt nicht zum ersten Mal für den SV Stockum. In unserem Adventskalender erzählt er von einem besonderen Derbysieg, Ronaldinho und „Baba“.

Advent, Advent, ein Spieler erzählt seine Geschichten: Jeden Tag bis Weihnachten steht in unserem Adventskalender ein Spieler im Fokus. Alle haben die gleichen fünf Fragen gestellt bekommen. Die Antworten gibt es als Interview oder in Textform. Heute an der Reihe: Tolga Köroglu beim SV Stockum.

Tolga Köroglu hat früh angefangen, für den SV Stockum zu spielen. Zwar war er zwischendurch weg – doch seit Anfang des Jahres ist der schnelle Offensivspieler wieder da. Mit dem SV Stockum hat er bereits einige Geschichten erlebt – er ist eine Identifikationsfigur.

Tolga Köroglu ist der Torgarant beim Fußball-A-Ligisten. Den SV Stockum und den Angreifer Köroglu verbindet eine lange Geschichte. Köroglu war immer wieder der gefährlichste Torschütze im Stockumer Team.

Sein Kindheitsidol war die brasilianische Legende Ronaldinho. „Ich habe es geliebt ihm zuzuschauen. Er hat seine Gegenspieler in einem sehr schnellen Tempo vernascht und dabei immer schön gegrinst. Das sah sehr lässig aus“, erklärt Köroglu.

Sein erstes Spiel für den SV Stockum liegt schon einige Jahre zurück. Köroglu ist sich nicht mehr so sicher: „Das müsste aber im Altkreis Lüdinghausen gewesen sein. Der Gegner war glaube ich die SG Selm.“

Köroglu spielte lange Zeit unter Stockums ehemaligen Trainer Ralf Gondolf. Mit ihm verbindet Köroglu auch die schönste Zeit in Stockum: „Zu ihm hatten wir alle einen sehr speziellen Draht. Wir haben damals mit vielen Ausländern unter ihm gespielt. Davon waren mindestens acht Spieler türkischstämmig. Das Multikulturelle hat super funktioniert.“

Köroglu blickt sehr gerne auf diese Zeit zurück. „Jeder ist mit jedem ausgekommen. Es gab nie Stress. In der Liga waren wir erfolgreich. Irgendwann haben wir Ralf sogar Baba (Türkischer Ausdruck für Papa, Anm. d. Red.) genannt. Das spricht für die Beziehung, die die gesamte Mannschaft mit ihm hatte. Es war eine sehr lustige und schöne Zeit. Für mich bislang die besten Jahre in Stockum“, sagte er.

Ein besonderes Erlebnis hatte er aber mit einem anderen Trainer: „In einer Saison hatten wir Ali Karaman als Spielertrainer und ein Derby gegen Eintracht Werne. Unsere personelle Lage war damals katastrophal“, erklärte Köroglu. Er beschrieb die Situation wie folgt: „Ali war Mittelfeldspieler und musste in diesem Spiel ins Tor. Wir waren vor der Partie nur zehn Spieler und haben unseren elften Mann auf dem Weg zum Spiel aufgegabelt. Der elfte Mann war damals noch in Stockum angemeldet, aber wir haben ihn ein Jahr lang nicht beim Training gesehen.“

Dieser Spieler musste dann im Derby ran, da Stockum sonst keine elf Spieler gehabt hätte. „Das schönste war dann, dass wir unter diesen Bedingungen trotzdem mit 1:0 gewonnen haben. An die glücklichen Gesichter nach dem Spiel erinnere ich mich heute noch gerne. Ein Derbysieg ist ja immer schön, aber unter solchen Bedingungen ist das nochmal eine ganz andere Nummer“, so der Stürmer.

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