In diesem Jahr hat der SV Herbern noch den Davertpokal gewonnen - im Januar 2021 wird es kein Turnier geben. © Johanna Wiening
Fußball

Warum den heimischen Fußballern die Hallenturniere fehlen

Auch ohne die Corona-Pandemie wäre die Saison jetzt in der Winterpause. Für die Amateurfußballer aus der Region wäre also eigentlich Hallenturnier-Zeit. Die fehlt dieses Jahr natürlich besonders.

Seit dem 20. Dezember wären die meisten heimischen Fußballer eigentlich in der Winterpause. Spielfrei hätten viele Mannschaften aber trotzdem nicht. Denn die meisten Amateurteams treten über den Winter hinweg in der Halle an. Und die fehlt jetzt natürlich.

„Das ist so eine der Sachen, die im Amateurfußball am meisten Spaß machen“, sagt Enes Akyüz, Kapitän von Eintracht Werne, angesprochen auf die Hallenturniere. „Du spielst zwei, drei Tage am Stück, Turniermodus, in der warmen Halle. Das macht normalerweise schon richtig Bock.“

Außerdem sei die Mannschaft von Eintracht Werne auch ziemlich prädestiniert für die Halle. „Wir haben da schon ein paar gute Kicker dabei“, so Akyüz. „Und mit Daniel Rafalski haben wir ja schon draußen einen richtig starken Torhüter. In der Halle ist der aber quasi unschlagbar.“

Auch Sebastian Schütte, Spieler des Fußball-Landesligisten SV Herbern, spielt normalerweise immer gerne in der Halle. Der SV Herbern richtet normalerweise gemeinsam mit Davaria Davensberg und dem TuS Ascheberg immer im Januar den Davertpokal aus.

Schütte freut sich stets auf die Teilnahme. „Ich persönlich spiele super gerne in der Halle“, sagt er. „Das Spiel ist ziemlich schnell und die Stimmung ist gerade in den hitzigen Spielen immer super.“

Auch Chris Thannheiser, Kapitän des Werner SC, hat schon das eine oder andere Hallenturnier gespielt. Seit einigen Jahren jedoch war seine Mannschaft nicht mehr in der Halle vertreten. „Ich glaube, das letzte Mal war noch, als wir unter Kutte (Ex-Trainer Kurtulus Öztürk, Anm. d. Red.) gespielt haben“, erinnert er sich zurück.

Mittlerweile nennt der Werner SC das zu große Verletzungsrisiko als Grund, um normalerweise nicht in der Halle anzutreten. „Wir spielen in der Landesliga. Wenn sich da jemand wegen des Hallenturniers verletzt, wäre es schon schwer, ihn zu ersetzen“, sagt der Kapitän.

Dennoch hat auch er gute Erinnerungen an seine Hallenturniere. „Da ist man schon immer richtig heiß drauf“, so Thannheiser. Er erinnert sich auch an ein besonderes Spiel: „Wir sind mal irgendwann Hallenkreismeister geworden. Das war schon geil.“

Auch Sebastian Schütte hat eine besondere Erinnerung an einen Davertpokal in der Vergangenheit. „Da sollte ich aufgrund einer Verletzung geschont werden“, erinnert er sich. „Ich habe am ersten Turniertag zugeschaut und es hat dermaßen in den Füßen gejuckt. Da wir einige angeschlagene Spieler hatten, hatte mich Holger dann gefragt, ob ich am Finaltag nicht doch spielen kann. Das Ende vom Lied: Ich habe ein super Turnier gespielt und wir den Pokal gewonnen.“

Auch Enes Akyüz erinnert sich an ein super Turnier – sogar von diesem Januar. Da spielte der A-Ligist im Potti-Cup-Halbfinale gegen Lippstadt und führte noch bis kurz vor Schluss. „Am Ende haben wir im Neunmeterschießen verloren“, so Akyüz. „Das war natürlich schade, aber eigentlich war es ein geiles Spiel und hat richtig Spaß gemacht.“

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Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening

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