Dominick Lünemann war schon oft in Sri Lanka. © Lünemann
Spendenaktion

Warum Herberns Dominick Lünemann zu Sri Lanka eine besondere Verbindung hat

Während andere Menschen zwei Mal im Jahr nach Mallorca fliegen oder in die Berge fahren, geht es für Dominick Lünemann nach Sri Lanka. Seine Verbindung zu dem Entwicklungsland ist eine besondere.

Die meisten Deutschen fahren – wenn denn kein Corona ist – wahrscheinlich nach Spanien, Italien oder Österreich in den Urlaub. Auch deutsche Reiseziele oder die Niederlande erfreuen sich oft großer Beliebtheit. Dominick Lünemann vom SV Herbern allerdings fliegt in seiner fußballfreien Zeit nicht etwa in die typischen Urlaubsländer. Für ihn geht es nach Sri Lanka.

Schon lange hat seine Familie eine enge Bindung in das Entwicklungsland. „Das kam über meinen Großonkel“, erklärt Lünemann. „Der war früher Schauspieler und ist dann in seinen Drehpausen da runter geflogen. Er hat dort so einiges mit aufgebaut.“

Lünemann selbst war im Sommer nach dem Tsunami zum ersten Mal dort. „Damals war alles noch total zerstört. Aber ich war noch ziemlich jung, da war es schwierig, das alles richtig zu begreifen“, erinnert er sich noch genau an die Zeit zurück.

Das war jedoch nicht das letzte Mal, dass Dominick Lünemann in Sri Lanka war. „Ich versuche so oft es geht, nach Sri Lanka zu fliegen. Dafür nutze ich dann eben die fußballfreie Zeit aus, wenn wir Pause haben“, erklärt er.

Seitdem hat er dort bereits viele Menschen kennengelernt. „Die sind alle wirklich superoffen und herzlich. Das ist total schön“, so Lünemann. „Trotzdem sollte man in bestimmten Gebieten vorsichtig sein. Man darf nicht vergessen, dass dort große Armut herrscht. Aber die große Mehrheit sind total offene Menschen. Wir haben da schon einige Freundschaften geschlossen.“

Im letzten Jahr konnte Lünemann allerdings nicht nach Sri Lanka fliegen. „Aufgrund der Corona-Pandemie war es letztes Jahr natürlich nicht möglich, zu fliegen. Und auch im Winter 2019 war ich nicht dabei, weil wir da so lange gespielt haben“, sagt er. „Deswegen würde ich dieses Jahr gerne wieder hin – wenn es möglich ist.“

Natürlich war das Jahr auch für die Menschen in Sri Lanka nicht leicht. Die Corona-Pandemie legte auch dort weitgehend das öffentliche Leben lahm. „Viele Menschen leben dort von Tourismus, der jetzt natürlich weitgehend eingeschlafen ist“, erklärt Lünemann.

Deswegen hat der Herberner im Familien- und Freundeskreis eine Spendenorganisation ins Leben gerufen. Und die ist erfolgreicher als erwartet. „Ich habe damit gerechnet, dass da vielleicht so 100, 200 Euro bei rauskommen. Aber dann haben das immer mehr Leute geteilt und jetzt kann es sein, dass wir am Ende so bei 1000 Euro rauskommen“, berichtet er stolz.

„Das Geld soll dann vor allem für diejenigen sein, die wir dort als herzliche Menschen kennengelernt haben und die durch die Pandemie leider keine Einnahmen mehr haben. Wir möchten, dass sie und ihre Familien in dieser schwierigen Zeit finanziell unterstützt werden“, erklärt Dominick Lünemann. „Wir haben hier in Deutschland natürlich auch unsere Probleme – aber eben ganz andere.“

Dem Herberner ist die Hilfsaktion deshalb besonders wichtig. „Ich kenne die Menschen vor Ort und die Gegebenheiten“, sagt er. „Und ich weiß eben auch, dass das Geld definitiv dort ankommt. Das war mir wichtig, um den Menschen zu helfen.“

Dominick Lünemann und seine Familie sind von dem Land begeistert. „Ich kann nur jedem raten, da mal hinzufliegen“, sagt er. „Da kann man das Land selbst erleben.“

Über die Autorin
Redakteurin
Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening

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