Für einen Werner Fußballer lautete das Corona-Testergebnis kürzlich „positiv“. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild
Fußball

Werner Fußballer mit Corona infiziert: „Ich hatte einen recht schweren Verlauf“

Auch im jüngeren Alter droht bei Corona ein schwerer Krankheitsverlauf, das ist kein Geheimnis mehr. Diese Erfahrung machte ein Werner Fußballer, der sich vor kurzem mit dem Virus infiziert hat.

Die Infektionszahlen gehen seit Wochen stetig zurück, dennoch stecken sich täglich tausende Menschen in Deutschland mit dem Coronavirus an. Zu ihnen gehörte vor einigen Wochen auch ein Fußballer aus Werne. Den 25-Jährigen erwischte es durchaus heftig: Im Gespräch berichtet er von seinem Krankheitsverlauf und ob er sich um Langzeitfolgen sorgt.

Gute sechs Wochen ist es her, dass Marvin Stöver positiv auf das Coronavirus getestet wurde. „Das war Mitte April. Sport war dann natürlich erstmal raus, stattdessen war ich in Quarantäne“, berichtet der 25 Jahre alte Fußballer des Landesligisten Werner SC.

So weit, so gut. Womit Stöver nicht gerechnet hatte, war die Macht, mit der das Virus zuschlug: „Ich hatte einen recht schweren Verlauf. Das habe ich echt unterschätzt, weil ich ja noch relativ jung bin.“

Marvin Stöver, der hier am höchsten steigt, hatte keinen leichten Krankheitsverlauf.
Marvin Stöver, der hier am höchsten steigt, hatte keinen leichten Krankheitsverlauf. © Jürgen Weitzel © Jürgen Weitzel

Eigentlich, so dachte Stöver anfangs, könne er sich auch in der Quarantäne weiterhin fithalten, schließlich geht es so langsam in Richtung Saisonvorbereitung. Daran war aber erstmal nicht zu denken. „Ich hatte hohes Fieber, Schüttelfrost und starke Halsschmerzen“, fasst er die Symptome zusammen.

Statt Home-Workouts zu absolvieren, wurde der 25-Jährige von der Krankheit ausgeknockt: „Ich war schon ziemlich geschwächt. Ich habe eine Woche eigentlich nur im Bett gelegen und die Zeit irgendwie abgesessen.“

Nach der ersten Woche stellte sich Besserung ein, die Symptome klangen ab und Stöver begann wieder mit dem Sport. „Ich habe erstmal das gemacht, was ich zuhause eben machen kann“, so der Werner. Als die Quarantäne beendet war, ging er wieder laufen: „Da habe ich direkt gemerkt, dass ich 14 Tage verloren habe.“

Von da an stellte sich aber stetig Besserung ein. Stöver erhöhte das Pensum und sei gut einen Monat später konditionell wieder auf dem Stand wie vor der Erkrankung.

Keine große Sorge vor Langzeitwirkungen

Von etwaigen Langzeitwirkungen merke er bislang nichts. „Die Symptome sind zum Glück alle komplett weg“, berichtet Stöver, „deshalb mache ich mir in dem Zusammenhang auch eigentlich keine Sorgen“. Mit einer Einschränkung: „Vielleicht wird es nochmal was anderes, wenn die richtige Belastung kommt und die Hitze im Sommer.“

Nach überstandener Corona-Infektion freut sich Marvin Stöver nun umso mehr auf die Rückkehr auf den Fußballplatz: „Ich hoffe wirklich jeden Tag, dass die Inzidenz unter 50 bleibt.“ Ist dieser Wert im Kreis Unna stabil erreicht, dürften die Amateurfußballer wieder kontaktfrei trainieren.

Das sollte laut Stöver lieber heute als morgen geschehen: „Ich will einfach mal wieder den Ball aufs Tor knallen, die Mannschaft sehen und nicht stumpf irgendwelche Laufübungen im Stadtwald machen müssen.“ Eine Meinung, mit der er sicher nicht alleine dasteht.

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Seit 2019 als freier Mitarbeiter für Lensing Media im Einsatz. Hat ein Faible für sämtliche Ballsportarten und interessiert sich für die Menschen, die den Sport betreiben - von der Champions League bis zur Kreisliga.
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