Mirac Kavakbasi und der Werner SC unterlagen deutlich. © Günther Goldstein
Fußball

Werner SC unterliegt deutlich gegen IG Bönen – und verliert zwei Spieler

Fußball-Landesligist Werner SC hat am Sonntag im Auswärtsspiel beim Tabellenführer IG-Bönen eine deutliche 0:5-Pleite hinnehmen müssen. Zwei Spieler mussten verletzt ausgewechselt werden.

Schon vor der Partie war für den Werner SC klar: Gegen die IG Bönen würde es eine schwere Partie werden. Die deutliche 0:5-Niederlage war am Ende auch durchaus verdient.

Bönen übernahm von Beginn an die spielbestimmende Rolle. Das war auch zu erwarten, weil Bönen als Favorit in die Partie ging. Der WSC beschränkte sich zunächst auf die Defensive. Das klappte in der Anfangsphase auch gut. Bis zur 14. Minute.

Dort hatten die Gäste etwas Pech. Zoran Martinovic grätsche im Strafraum. Er traf zunächst den Ball und dann seinen Gegenspieler. Der Schiedsrichter wertete die Aktion allerdings als Foulspiel und zeigte auf den Punkt. Von den Werner Protesten ließ er sich nicht beeindrucken – eine fragwürdige Entscheidung zum Pech der Werner.

Semih Yigit traf an und verwandelte zum 1:0. Der WSC ließ sich allerdings von dem frühen Gegentor nicht beeindrucken und stand defensiv sicher. Offensiv fiel der Mannschaft aber wenig ein.

Beim 0:2 machte es die Werner Hintermannschaft den Gastgeber zu einfach. Ein Pass in die Spitze hebelte die Abwehr auf. Zübeyir Kaya war zu schnell für die Werner Abwehr und lief allein auf Wernes Torhüter Henrik Pollak zu. Kaya behielt die Nerven und verwandelte sicher (36.). Mit dem 0:2-Rückstand ging es in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel erlebten die Zuschauer einen schwungvollen Beginn beider Mannschaften. Nur drei Minuten nach dem Wiederanpfiff hätte Kaya das 3:0 erzielen müssen. Nachdem er Pollak ausgespielt hatte, schoss er neben das leere Tor (48.).

Nur eine Minute später hielt Pollak im Eins gegen Eins zunächst gegen Ilker Algan und direkt danach gegen Yasin Acar glänzend. Er hielt den WSC in dieser Phase im Spiel. Die Werner spielten nun auch mutig nach vorne. Yannick Lachowicz schickte auf der rechten Seite seinen Bruder Colin Lachowicz. Von außen bediente dieser Ramazan Korkut, der den Ball um wenige Zentimeter verpasste (52.). „Das hätte vielleicht nochmal Spannung bringen können, wenn wir das sauber zu Ende spielen“, ärgerte sich Wernes Trainer Lars Müller.

Die Teams lieferten sich einen offenen Schlagabtausch. Die individuelle Klasse von Bönen setzte sich allerdings durch. Nach einer Ecke von rechts sprang WSC-Keeper Pollak aus seinem Tor und wollte den Ball wegfausten. Samet Akyüz war mit den Kopf schneller am Ball und köpfte zum 3:0 für Bönen ein. Ein Knackpunkt im Spiel, denn das 0:3 war die Entscheidung.

Der WSC leistete sich nun unnötige Fehler, die dazu führten, dass das Ergebnis noch höher ausfiel. Adem Cabuk tanzte auf der rechten Strafraumseite drei Gegenspieler aus und krönte sein Solo mit dem 4:0 (74.). Nur drei Minuten verlor Jussef Saado in einem Dribbling als letzter Mann den Ball an Acar, der allein auf Pollak zulief und den 5:0-Endstand erzielte (77.).

Die Niederlage ist verdient. Viel bitterer für den WSC: Torhüter Henrik Pollak und Verteidiger Tim Neugebauer mussten beide verletzt ausgewechselt werden. Eine Diagnose steht bei beiden noch aus.

Für WSC-Trainer Lars Müller geht die Niederlage in Ordnung: „Das 0:3 war spielentscheidend. Vielleicht fällt das Ergebnis auch etwas zu hoch aus, weil die Gegentore nach dem 0:2 individuelle Fehler waren. Mit Teams wie Bönen müssen wir uns auch nicht messen. Es ist ja auch nicht unser Anspruch oben mitzuspielen.“

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