Nadine Steincke traf für die SVH-Damen, dennoch setzte es eine Pleite. © Johanna Wiening
Fußball

„Wirft uns nicht um“: SVH-Damen fliegen im Kreispokal raus – auch WSC-Damen ausgeschieden

Für die Damen des Werner SC und des SV Herbern ging es am Mittwoch um den Einzug in die dritte Runde des Kreispokals. Der Abend nahm ein bitteres Ende - auch wenn es in Herbern zuerst gut aussah.

Mit Rückenwind waren die Damen des SV Herbern in die zweite Runde des Fußball-Kreispokals gestartet. Zwar war der Gegner Warendorfer SU ein Ligakonkurrent in der Bezirksliga und damit sicher nicht zu unterschätzen – doch erst vor eineinhalb Wochen hatten die Herbernerinnen gegen die WSU-Damen in der Meisterschaft gewonnen.

Doch die WSU hatte aus dem letzten Spiel gelernt. Mit starkem Pressing starteten die Gäste in die Partie, ließen die Herbernerinnen kaum zur Luft kommen. „Es war aber klar, dass sie das auf Dauer nicht durchhalten würden“, sagte Jürgen Große-Budde, der gemeinsam mit Laura Brockmeier den SVH-Trainer Detlef Mack vertrat.

Und so kam es dann auch. Nach rund 20 Minuten flachte das Warendorfer Pressing immer mehr ab. Auch die Herbernerinnen kamen zu Chancen und es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel. Allerdings schaffte es in der ersten Halbzeit keine Mannschaft, Chancen auch in Tore umzumünzen.

Auch in der zweiten Hälfte blieb die Partie ausgeglichen, die Herberner hatten leichte Spielvorteile. „Auch das Passspiel hat über weite Strecken super funktioniert. Wir hatten sehr viele B-Mädchen in der Startelf, die einen tollen Job gemacht haben“, so Große-Budde.

Das zeigte auch Leonie Prüße, die sich bis zum gegnerischen Strafraum durchkombinierte. Dort war es dann Nadine Steincke, die den Ball im Tor unterbrachte und für die Herberner Führung sorgte. Diese war zu diesem Zeitpunkt durchaus verdient.

Auch danach lieferten sich beide Teams ein enges Spiel – mit Konsequenzen für den SV Herbern. Aus einer schwer abseitsverdächtigen Position erzielte die WSU den Ausgleich. Als schon alles auf das Elfmeterschießen hindeutete, konnten sich die Warendorferinnen doch noch den Siegtreffer herausspielen. Somit sind die Damen des SV Herbern aus dem Kreispokal ausgeschieden.

Jürgen Große-Budde findet das halb so schlimm: „Wir haben viele Mädchen geschont und auch mit einigen gespielt, die sonst weniger Spielpraxis bekommen. Natürlich ist es schade, dass wir aus dem Kreispokal ausgeschieden sind, aber das wirft uns nicht um. Die Liga ist am wichtigsten.“

WSC-Damen unterliegen gegen Bezirksliga-Team

Auch die B-Liga-Damen des Werner SC mussten am Mittwoch im Kreispokal ran – waren aber eindeutig in der Außenseiterrolle zu finden. Schon früh stellte die klassenhöhere Bezirksliga-Mannschaft von Borussia Münster in der Partie die Weichen auf Sieg.

Grundlage zum 5:1-Erfolg war ein schneller Treffer in der Anfangsphase. Die Gastgeberinnen sahen sich früh, schon in der zehnten Minute, im Rückstand, hätten dies aber selbst verhindern können.

Die Blau-Roten hielten gegen die technisch besseren Spielerinnen der DJK mutig dagegen, Chancen wollten sich gegen die in der Defensive weitgehend stabilen Gäste aber vor der Pause nicht einstellen. Münster agierte effizient, erhöhte mit der zweiten Chance – nach Fehlpass im WSC-Mittelfeld – auf 2:0 (26.). Das nächste Tor, eine Kopie des zweiten Gegentreffers, ließ nicht lange auf sich warten. Erneut nach einem Fehlpass im Mittelfeld vollendete die stark aufspielende Paula Mertens auf 0:3 (35.).

Nach dem Seitenwechsel zeigte die WSC-Elf ein ganz anderes Gesicht, lieferte einen großen Fight, stemmte sich gegen die Niederlage und hielt das hohe Tempo über die volle Distanz mit. Der hohe Aufwand wurde belohnt. Nach Eckball und Hereingabe von Laura Sievert lauerte Lisa Timmermann am zweiten Pfosten und staubte zum umjubelten 1:3 (50.) ab.

Lisa Timmermann (r.), hier auf einem Archivbild, erzielte den Ehrentreffer für die WSC-Damen. © Helga Felgenträger © Helga Felgenträger

Werne war nun besser im Spiel, erspielte sich zahlreiche Standardsituationen. In der 60. Minute hatte die WSC-Offensive die große Chance zum 2:3 Anschlusstreffer, das hätte den Spielverlauf auf den Kopf gestellt. Eine spannende Schlussphase blieb den Gästen dann erspart weil Greta Pauli den Ball per Nachschuss aus kurzer Distanz zum 1:4 im Tor unterbrachte.

Mit ihrem nächsten Treffer zum 1:5 (84.) machte dann Pauli endgültig den Deckel auf die Party. Werne lieferte in der zweiten Halbzeit einen großartigen Pokalfight, musste sich aber letztlich der gnadenlosen Effizienz der Gäste geschlagen geben.

Über die Autorin
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Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening

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