120 Teilnehmer gedenken Verstorbener der Weltkriege

Volkstrauertag am Steintorpark

"Ja, wir brauchen den Volkstrauertag", sagte Bürgermeister Lothar Christ bei der Gedenkstunde für die Verstorbenen der beiden Weltkriege am Marktplatz. Der Tag erinnere daran, dass Frieden und Freiheit nicht selbstverständlich seien.

WERNE

von Von Jörg Weber

, 18.11.2012, 12:47 Uhr / Lesedauer: 1 min

 "Ja, wir brauchen ihn", sagte Bürgermeister Lothar Christ, denn dieser Tag erinnere die Menschen daran, dass Frieden, Freiheit und Mitmenschlichkeit nicht selbstverständlich seien. Dabei sprach das Werner Stadtoberhaupt auch die Soldatenfriedhöfe in Wernes Partnerstädten Bailleul in Frankreich und Walcz in Polen an, wo die Gräber deutscher, polnischer oder russischer Soldaten stille Mahnung für die Opfer eines schrecklichen Krieges seien.  "Glücklich ein Land, das keine Helden braucht. Weil es verstanden hat und lernt, dass nicht Helden die Zukunft sind, sondern Kinder", sagte Pastoralreferent Manfred Hohjenski aus der Gemeinde St. Christophorus, der in diesem Jahr die Gedenkansprache auf dem Marktplatz hielt.

Dabei blickte der Theologe nicht nur kritisch auf die fehlende Beteiligung der jungen Generation am Volkstrauertag, sondern hinterfragte auch die Rolle der Bundeswehr in Afghanistan.  Anschließend setzte sich ein Schweigemarsch mit allen Delegationen von Rat und Politik, der Schützen, der Reservistenkameradschaft, der Feuerwehr, des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), der Kolpingsfamilie in Richtung Steintorpark zur Kranzniederlegung in Bewegung. Weitere Gedenkfeiern fanden auch in Stockum und in den Bauerschaften statt. 

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