200 Wallfahrer beten mit den Füßen

338. Pilgerreise nach Werl

Über 200 Fußwallfahrer von Kindern im Vorschulalter bis hin zur Ü-60-Generation machten sich an diesem Wochenende wieder auf den Weg zum Gnadenbild in der Basilika von Werl. Wir haben die Pilger begleitet.

WERNE

von Elisabeth Plamper

, 17.08.2014, 15:09 Uhr / Lesedauer: 2 min
Nach der Rast in Pelkum im Bürgerhaus war fast ein Drittel des Weges geschafft.

Nach der Rast in Pelkum im Bürgerhaus war fast ein Drittel des Weges geschafft.

„Bringt Eure Bitten mit Dank vor Gott“ so lautete das Leitwort der 338. Fußwahlfahrt. Das Pilgerwochenende begann mit der Vorabendmesse am Freitagabend. Am Samstag hieß es dann für Jung und Alt früh aufstehen, denn die Pilgerandacht mit Segnung fand schon um 5.45 Uhr in der Klosterkirche statt. Um 6 Uhr folgte der Auszug.33 Kilometer bis zum Ziel Der Himmel war bedeckt und die Luft noch kühl. Aber das macht den Fußwallfahrern nichts aus. Singend und betend legten sie die erste Etappe der rund 33 Kilometer zurück. Der Weg führte in der Morgendämmerung wie gewohnt durch die Lippeauen und später auch an einem Haus vorbei, dass Heike Halfar als jahrzehntelange „Wiederholungs-Pilgerin“ inzwischen besonders im Blick hat. „Dort steht eine ältere Dame jedes Mal am Fenster und winkt uns zu“, erzählte sie. „Es ist ein bemerkenswert und berührend zugleich.“

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So war die Wallfahrt von Werne nach Werl

Über 200 Fußwallfahrer von Kindern im Vorschulalter bis hin zur Ü-60-Generation machten sich an diesem Wochenende wieder auf den Weg zum Gnadenbild in der Basilika von Werl. Wir haben sie begleitet.
17.08.2014
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Heinz Abdinghoff erläutert in Pelkum den weiteren Verlauf der Fußwallfahrt.© Foto: Elisabeth Plamper
Nach der Rast in Pelkum im Bürgerhaus ist fast ein Drittel des Weges geschafft.© Foto: Elisabeth Plamper
Kräftige Gesangsstimmen sind bei der Fußwallfahrt gefragt.© Foto: Elisabeth Plamper
Nach der Rast in Pelkum im Bürgerhaus ist fast ein Drittel des Weges geschafft.© Foto: Elisabeth Plamper
Mit dem Pilgerbüchlein in der Hand geht es zu Fuß nach Werl .© Foto: Elisabeth Plamper
Mit dem Pilgerbüchlein in der Hand geht es zu Fuß nach Werl.© Foto: Elisabeth Plamper
Auf dem Treckergespann singen die Kinder mit Pastoralreferentin Maria Thiemann.© Foto: Elisabeth Plamper
Auf dem Treckergespann singen die Kinder mit Pastoralreferentin Maria Thiemann.© Foto: Elisabeth Plamper
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Die erste Rast mit dem gemeinsamen Frühstück nach zwei Stunden Fußmarsch in Pelkum am Bürgerhaus genossen die Pilger sichtlich. „Bis hierher sind es gut zehn Kilometer“, erläuterte Wallfahrtsleiter Heinz Abdinghoff. „Wir haben genau das richtige Wanderwetter und die Stimmung ist gut.“ Er führte diesmal die Pilger zum 25. Mal nach Werl. „Mit gepilgert“ sei er bereits über 30 vielleicht sogar 40 Mal. Doch viel Zeit zum Schwelgen in Erinnerung blieb ihm nicht. Nach einer knappen Stunde hieß es: „Es geht weiter“.Trecker ab Pelkum Für die Kinder und einige Jugendliche begann ab Pelkum ein besonderer Teil der Wallfahrt. Sie setzten den Weg nach Werl auf dem Treckergespann mit Pastoralreferentin Maria Thiemann fort, um während der Fahrt ihren Part für die Begrüßungsandacht in der Basilika vorzubereiten. Am Werler Kurhaus trafen sich Planwagenfahrer und Fußwallfahrer bei strahlendem Sonnenschein zum gemeinsamen Einzug in die Wallfahrtskirche mit dem Werler Wallfahrtsleiter Pater Ralf Preker. „Alles lief nach Plan“, so Heinz Abdinghoff. Nach der Pilgerandacht mit Weihbischof Dieter Geerlings am Abend fand die Lichterprozession im Klostergarten statt. Die Pilgermesse in der Basilika am Sonntag zelebrierten Weihbischof Gerlings, Guardian Pater Romuald und Pfarrdechant Jürgen Schäfer. Musikalisch begleitete der Klosterchor das Pilgerwochenende. Nach der Abschiedsandacht traten die Pilger um 12 Uhr den Rückweg nach Werne an.

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