23. Frauentag im Werner Martin-Luther-Zentrum

WERNE "Wofür lohnt es sich zu kämpfen?" lautete die Frage, auf der die Historikerin Anjke Schwarze, die Juristin Dr. Andrea Martin und Magdalena Warnsing von der Frauen- und Mädchen-Beratungsstelle beim 23. Frauentag in Werne Antworten geben sollte.

von Von Wolfgang Gumprich

, 08.03.2009, 19:17 Uhr / Lesedauer: 1 min
23. Frauentag im Werner Martin-Luther-Zentrum

Überwiegend Frauen waren gekommen.

So forderte Martin, das der Staat Arbeitgeber unterstützen müsste, damit diese Frauen im gebärfähigen Alter einstellten. „Die Frauen müssen aus ihrer Opferrolle heraus,“ forderte Magdalena Warnsing, die in ihrer Beratungsstelle die Frauen unterstützt, ihren eigenen Weg zu gehen. Sie zitierte eine Studie aus dem Jahr 2004, nach der jede dritte Frau in Deutschland schon einmal psychische oder sexuelle Gewalt erfahren habe. Gerade die älteren Frauen müssten den Mund aufmachen, denn „sie wissen, wovon sie reden.“

Begonnen hatte der Frauentag im Martin-Luther- Zentrum mit der Mädchenband „Respect the girls“ („Achtet die Mädchen“) von der Hauptschule am Windmühlenberg. Sie spielte in wechselnder Besetzung fünf Songs, darunter auch Rod Stewarts „Sailing“. Die Gleichstellungsbeauftragte Martina Eden-Hetberg führte durch das Programm, begrüßte die Besucher, in der ganz großen Mehrzahl Frauen. Die Künstlerinnengruppe „Frauen inspirieren Frauen“ hatte Bilder mitgebracht, die sich mit dem Thema „Frau“ in ihrer gesellschaftlichen und sozialen Situation auseinandersetzen. Gestützt wurden die Zeichnungen durch Texte. Eine Masken-Performance wurde durch Perkussionsinstrumente ergänzt.

Szenischer Höhepunkt waren die kurzen dramatischen Szenen der „Kaktusblüten“, die neuerdings zu sechst auf der Bühne stehen. In den Nebenräumen gab es wie immer ein türkisches Büffet vom interkulturellen Frauentreff, das Fotostudio Paparazzi portraitierte Frauen und spendete einen Teil der Einnahmen für das Frauenforum.

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