37.500 Euro für den Bau eines Schlafhauses

Projekthilfe Südostasien

Es gleicht einem Kampf gegen Windmühlen. Familie Gimmel von der Projekthilfe Südostasien stellte an höchster Stelle einen Förderantrag – beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Sie kämpften sich durch das komplizierte Dickicht der Bürokratie und hatten schließlich Erfolg.

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von Von Helga Felgenträger

, 16.11.2011, 09:45 Uhr / Lesedauer: 1 min

„Unsere Bilanzen wurden geprüft, die Glaubwürdigkeit und Wirksamkeit unserer Hilfe mussten dargestellt und bewertet werden“, berichtet Gimmel. Er zahlte auch Lehrgeld. „Denn der erste Antrag wurde abgelehnt“, erzählt er und hatte den Fehler gemacht, für ein bereits angefangenes Projekt Gelder zu beantragen. Daraufhin bekam er den Tipp, ein Seminar zu besuchen, um sich mit den Vorschriften vertraut zu machen. „In zwei Seminaren erlernten wir, den behördlichen Anforderungen zu entsprechen“.

Ohne die Hilfe des Ministeriums hätte der Verein diese große Summe erst in Jahren aufbringen können, berichtet Gimmel. Mit der Unterstützung des BMZ kann nun das Schul- und Schlafhaus für Mädchen gebaut werden, so Gimmel. Dort gehen 370 Kinder zur Schule, aber nur 90 davon sind Mädchen. Schon seit Jahren fehlt ein ausreichend großes Schlafhaus.

Die Baukosten für das Haus sind mit 50.000 Euro veranschlagt. Das BMZ übernimmt 75 Prozent der Fördersumme. Das sind 37.500 Euro, 12.500 Euro muss der Verein aus eigenen Spendenmitteln beitragen. Der Bedarf an Spendengeldern steigt ständig, erklärt Gimmel. Die Zahl der bedürftigen Kinder sei auf 1800, die Zahl Kinderheime auf sechs angewachsen. „Daher sind wir über jede Hilfe froh“, bedankt er sich in diesem Jahr vor allem bei den „Inner Wheel Club“ aus dem hiesigen Bezirk. Sie halfen mit ihren Spenden bei dem Weiterbau des Kinderheims Nr. 6.   

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