A1-Unfall: Ersthelfer wettert gegen sensationslüsterne Gaffer

mlzDrei Verletzte

Schwerer Unfall am Donnerstagmorgen auf der A1. Während Ersthelfer sich um die Verletzten kümmern, steigen auf der Gegenfahrbahn Gaffer in die Bremse, sorgen für gefährliche Situationen.

Werne

, 15.08.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein schwerer Unfall ereignete sich am Donnerstagmorgen, 15. August, auf der Autobahn 1 in Fahrtrichtung Dortmund. Zwischen den Abfahrten Werne-Nord und Werne-Süd.

Ersthelfer und Krankenschwester versorgen Schwerverletzten

Einer der ersten am Unfallort war Jacek Florian Schmidtgal (31). „Ich bin Fahrlehrer bei der Bundeswehr und war auf dem Weg nach Unna in die Kaserne“, schreibt er an diese Redaktion.

Gemeinsam mit einer Krankenschwester („Sie hat wirklich hervorragende Arbeit geleistet, indem sie die Wunden verbunden hat“) habe er sich um den Schwerverletzten gekümmert, der durch die Frontscheibe seines Autos geschleudert wurde.

A1-Unfall: Ersthelfer wettert gegen sensationslüsterne Gaffer

Jacek Florian Schmidtgal (31) war bei dem Einsatz am Donnerstagmorgen mit dabei. Er zeigt sich empört über das Verhalten mancher Aufotfahrer.

Während sie beide das Opfer versorgten, fiel Schmidtgal „das unmögliche Verhalten“ anderer Pkw-Fahrer auf: „Auf der Gegenfahrbahn kam es vermehrt zu Gefahrbremsungen, während wir den Verletzten versorgt haben. Durch das Gaffen der anderen Autofahrer kam es zu erheblichen Gefährdungen.“

Gaffer sind eine Gefahr für sich und andere

Schmidtgal sei es wichtig zu verbreiten, dass solche sensationslüsternen Zeitgenossen eine Gefahr für sich und andere sind. „Alle Autofahrer sollte man sensibel darauf machen, dass Gaffen gefährlich ist.“ Der Bundeswehr-Fahrlehrer: „Ich habe den Verletzten direkt an der Leitplanke versorgt und habe gefühlt jede Minute eine Vollbremsung gehört.“

A1-Unfall: Ersthelfer wettert gegen sensationslüsterne Gaffer

Während sich die Ersthelfer und Retter um die Verletzten kümmerten, kam es laut Aussage eines Beteiligten auf der Gegenfahrbahn zu gefährlichen Bremsungen durch Gaffer. © Freiwillige Feuerwehr Werne

Bei dem Unfall auf der A1 sind drei Personen verletzt worden. Ein Mann trug lebensgefährliche Verletzungen davon. Gegen 6.40 Uhr war ein 19-Jähriger aus Wallenhorst mit einem Kleintransporter auf dem linken Fahrstreifen in Richtung Köln unterwegs.

Kleintransporter gerät ins Schleudern, überschlägt sich

Zwischen den Anschlussstellen Hamm-Bockum/Werne und Hamm/Bergkamen kam er mit dem Fahrzeug aus bislang ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrspur ab. Dort prallte er gegen den auf der rechten Spur fahrenden Lkw eines 41-Jährigen aus der Ukraine.

A1-Unfall: Ersthelfer wettert gegen sensationslüsterne Gaffer

Die Autobahn 1 war in Richtung Dortmund zwischen Werne-Nord und -Süd für rund zwei Stunden gesperrt. © Freiwillige Feuerwehr Werne

Der Kleintransporter geriet ins Schleudern, prallte zunächst linksseitig gegen die Mittelschutzplanke und anschließend auf der rechten Seite gegen die Leitplanke. Der Kleintransporter überschlug sich mehrfach.

Beifahrer wird aus dem Wagen geschleudert

Bei dem Unfall wurden der 19-Jährige schwer und ein Insasse (22 aus Westerkappeln) leicht verletzt. Der Beifahrer (42 aus Westerkappeln) trug lebensgefährliche Verletzungen davon. Er wurde bei dem Unfall offenbar aus dem Wagen geschleudert. Rettungswagen brachten die Verletzten in umliegende Krankenhäuser.

Die A1 in Richtung Köln war bis circa 8.45 Uhr komplett gesperrt. Anschließend war der linke Fahrstreifen frei. Ab circa 9.25 Uhr waren beide Fahrstreifen wieder befahrbar. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 15.000 Euro.

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