Ehemaliges Schwesternwohnheim am Christophorus-Krankenhaus steht kurz vor dem Abriss

Kita-Campus geplant

Das ehemalige Schwesternwohnheim am Christophorus-Krankenhaus in Werne steht seit einem Jahr leer. Nun steht der Abriss an, um Platz für einen neuen Kita-Campus zu schaffen.

Werne

, 26.02.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Das ehemalige Schwesternwohnheim am Krankenhaus steht kurz vor dem Abriss.

Das ehemalige Schwesternwohnheim am Krankenhaus steht kurz vor dem Abriss. © Helga Felgenträger (Archiv)

Seit einem Jahr ist das höhere der beiden ehemaligen Schwesternwohnheime am Krankenhaus leer gezogen – nun soll es bald komplett abgerissen werden. Die Jugendhilfe Werne plant, an gleicher Stelle einen sogenannten „Kita-Campus“ zu errichten, der einen Regelkindergarten und einen Betriebskindergarten für die Mitarbeiter des Krankenhauses und der Jugendhilfe umfasst.

Nachdem der Rat der Stadt Werne in seiner Sitzung am Montag (25. Februar) die Änderung des Bebauungsplans für die Fläche unterhalb des Krankenhauses abgesegnet hatte, soll der Bauantrag laut Uwe Schenk, Geschäftsführer der St.-Christophorus-Jugendhilfe gGmbH, in der kommenden Woche gestellt werden.

Bauarbeiten für Kita-Campus sollen im Sommer starten

„Wir würden gerne im Sommer anfangen zu bauen“, so Schenk. Geplant sind zwei eingeschossige, großflächige Gebäude, die man per Durchgang miteinander verbinden wolle. Aber, so Schenk: „Es bleiben zwei eigenständige Betriebe“ – dabei sind vier Gruppen für den Regel- und zwei Gruppen für den Betriebskindergarten vorgesehen.

Doch bevor überhaupt etwas passiert, fällt der Turm des ehemaligen Schwesternwohnheims – zwar nicht abrupt, sondern peu à peu innerhalb von vier Wochen. Uwe Schenk schätzt, dass man im März, spätestens aber im April mit dem Abriss beginnen werde.

Versorgungsleitungen müssen verlegt werden

Aktuell behindern Versorgungsleitungen für das Krankenhaus den Projektfortschritt. „Ein Teil der Zuleitungen für das Krankenhaus liegt im Keller des ehemaligen Wohnheims“, so Schenk. Die müssten nun neu verlegt werden.

Bis Ende 2017 hatte das Krankenhaus in dem Schwesternwohnheim günstige Wohnungen vermietet. Rund 50 Mieter hatten die Kündigung erhalten, seitdem steht das Gebäude an der Straße „Am See“ leer.

Mutter-Kind-Heim soll zunächst nicht gebaut werden

Neben den beiden Kindergärten wird es eine dritte Unterkunft an dieser Stelle vorerst nicht geben. Hatte die Jugendhilfe in der Vergangenheit Pläne für ein Mutter-Kind-Heim geäußert, sind diese Pläne derzeit nachrangig. Schenk: „Das Mutter-Kind-Heim werden wir erst mal nicht bauen.“

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