Abschied nach 33 Jahren: Küsterin Rita Hermann im Ruhestand

WERNE 33 Jahre war sie Küsterin in St. Konrad. Am Sonntag hieß es Abschied nehmen von den Ämtern. Denn auch als Pfarrsekretärin war Rita Hermann im Einsatz. Eine Feier nach dem Hochamt am Sonntag sollte ihr den Abschied etwas erleichtern.

von Von Mareike Kneip

, 30.03.2009, 07:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein Gottesdienst ist ohne Küster oder Küsterin gar nicht vorstellbar. Dem Priester würden die Gewänder fehlen und der Altartisch wäre nicht vorbereitet. Ohne Kerzen und Blumenschmuck sähe die Kirche so trist aus, dass wohl auch keine Feierstimmung aufkommen würde. Küster halten den Betrieb am Laufen: Sie organisieren, reparieren, dekorieren und machen das Gotteshaus zu einem einladenden und freundlichen Ort.33 Jahre immer geduldig und flexibel im Dienst der Gemeinde 33 Jahre lang erfüllte Rita Hermann diese Aufgaben der Küsterin und Pfarrsekretärin in der Kirche St. Konrad flexibel und geduldig. Am Sonntag verabschiedete sie sich nach dem Hochamt von ihrer langjährigen Tätigkeit auf eigenen Wunsch in den Ruhestand. Ihre Nachfolge werden im Pfarrbüro Martina Derichs und als Küsterin Annette Budde antreten. „Sie war mir in der Zeit - in besonderer Weise bei den Vorgängen während der Fusion - eine große Hilfe und atmosphärisch gute Unterstützung; eine wichtige Konstante in der Gemeinde“, fasste Pfarrer Heiner Innig ihr Engagement zusammen.Hohes Maß an Menschlichkeit und sozialer Kompetenz wichtig Sekretärin in einer Pfarrgemeinde zu sein, sei schließlich nicht mit der Sekretärinnentätigkeit in einer Firma vergleichbar und auch das Küstersein erfordert ein hohes Maß an Menschlichkeit und sozialen Kompetenzen. Stets hat sie sich den verändernden Aufgaben gestellt, fühlte sich immer verantwortlich auch über die Grenzen ihres Aufgabenbereiches hinaus. Sie leitete und begleitete die Messdienergruppe in St. Konrad und war in vielen Gruppen des Gemeindeteils aktiv.Orgelstück rührte zu Tränen Pfarrer Innig würdigte ihre Arbeit und energische Unterstützung im Gottesdienst, der musikalisch mitgestaltet wurde vom Sacro-Pop-Chor unter der Leitung von Daria Vennemann-Sobanski. Günther Hermann rührte seine Frau zu Tränen, als er auf der Orgel „Time to say goodbye“ spielte. Auch beim anschließenden Empfang im Bruder-Konrad-Haus war Rita Hermann anzusehen, die eine oder andere Träne unterdrücken zu müssen. Jung und Alt waren versammelt. Neben Vertretern aus den Groß- und Kleingruppen des Gemeindeteils und den Kindergartenkindern des Kindergartens St. Konrad war auch Pfarrer em. Paul Hennemann mit seiner Schwester zum Empfang gekommen.Unterwegs an die Lahn Ganz zur Ruhe setzen will sich Rita Hermann jedoch noch nicht. Anfang Juni ist sie mit den Messdienern zur Jugendbegegnungsstätte beim Kloster Arnstein an der Lahn unterwegs und als Gruppenleiterin der DRK Stockum will sie sich verstärkt einsetzen. 

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