ADFC: Werner Ortsgruppe besucht die Highlights der Umgebung

WERNE Der ADFC bietet Feierabendradtouren durch die Umgebung an. Das macht fit und bringt gute Laune. Unsere Mitarbeiterin Elisabeth Plamper erlebte eine Radtour mit Tourenleiter Karl-Peter Kauth.

von Von Elisabeth Plamper

, 25.07.2008, 12:49 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Route folgt ein Stück dem Randwanderweg.

Die Route folgt ein Stück dem Randwanderweg.

Es ist Punkt 18 Uhr. Nachdem Karl-Peter Kauth die Tour kurz vorgestellt hat, geht es auch schon los, allerdings erst einmal auf Schusters Rappen durch die Steinstraße. Am Solebad heißt es dann „rauf aufs Rad“. Der Weg führt durch Varnhövel zum Cappenberger Wald. Hinter einer rot-weiß gestrichene Barriere beginnt dort ein festgefahrener, aber manchmal auch etwas unebener Waldweg. Doch der typische Waldgeruch, die Ruhe und das Licht der Abendsonne, das durch die Baumwipfel ein bizarr anmutende Schattenmuster auf den Weg wirft, entschädigt für alles. „Selbst wenn man eine Strecke kennt, entdeckt man immer wieder etwas Neues, was man vorher noch nicht wahrgenommen hat“, wissen die Radler aus Erfahrung.

Der Wald lichtet sich. Weiter geht es auf Wirtschaftswegen an Bauernhöfen und Wiesen mit weidenden Kühen vorbei bis Cappenberg. Karl-Peter Kauth hebt den rechten Arm hoch, dann den Linken. „Achtung“, das Zeichen für die nachfolgenden Radler, dass eine Straße überquert werden muss. Obwohl alle Teilnehmer auf eigene Verantwortung mitfahren, liegt es an ihm, die Gruppe so zu führen, dass diese geschlossen das Ziel erreicht. Die Gruppe lässt Cappenberg hinter sich. Beim Zwischenstopp am Museum von Schloss Schwansbell steht die Sonne schon tief und taucht das Gebäude in gelbrotes Licht. Der Aufenthalt am Horstmarer See bietet Gelegenheit zum Verschnaufen.

Hans Jürgen Herbeck war bei der Gründersitzung der Ortsgruppe vor zwei Jahren dabei und schreibt auch die Tourenberichte. „Unser Tourenführer hat gute Tricks drauf“, erzählt er schmunzelnd. „Als wir einmal im Kreis gefahren sind, sagte er einfach, er habe vergessen uns etwas zu zeigen. Wir folgen nicht jedem Tourenführer bedingungslos, aber ihm schon.“ Der Rückweg führt am Kanal entlang. Der feine Aschenbelag knistert unter den Reifen. In einem Hauch von rosa und gelben Lichtreflexen ist die Marina Rünthe auf der gegenüberliegenden Seite des Kanals zu sehen. Ein Farbenspiel, das die Feierabendradler einen Augenblick verweilen lässt. Langsam versinkt die Sonne hinter dem Horizont. Karl-Peter Kauth schaut auf die Uhr. Es wird Zeit für den Endspurt bis zur Fischerbrücke. „An den „Feierabendradtouren“ des ADFC kann jeder teilnehmen“, betont der Tourenführer. Friedhelm Bettermann betreut bei der Ortsgruppe Werne die Neueinsteiger und Radler, die kürzere Touren bevorzugen. „Wir fahren so zwischen 20 und 25 Kilometer und Strecken mit wenig Steigung.“

Die Ortsgruppe Werne des ADFC wurde 2006 gegründet. Ziel ist, sich beim Radfahren vom Tagesstress in der Natur zu erholen, körperlich fit zu bleiben und zwischenmenschliche Kontakte zu pflegen. Termine: Radlerstammtisch, 4. August 2008, 20 Uhr, Stadtschänke Fränzer 

Lesen Sie jetzt