Alte Postkarten: Museumsarchiv birgt wahre Schätze

WERNE 500 Postkarten hat das Werner Stadtmuseum in seinem Archiv. Die älteste Karte stammt von 1890. Einige Karten sind wahre Schätze, die Sie hier betrachten können.

von Von Helga Felgenträger

, 18.07.2008, 16:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Werne an der Lippe, Marktplatz.

Werne an der Lippe, Marktplatz.

Beim Betrachten der teilweise recht kunstvollen Karten, die das Stadtmuseum in zwei großen Alben verwahrt, lebt Werner Stadtgeschichte neu auf. Das Thermalbad mit Kurbad und Kurpark (1874), das Vinzenzstift (1880) an der Horne – Heilanstalt für skruphulöse Kinder. 90 Jungen in einem Schlafsaal. Die Straßenbahn, die über den Marktplatz führte. Der Schwanenplatz an der Steinstraße, wo die Frauen zum Waschen noch an die Horne gingen. Heute steht hier der Salinenparc.   Auf der Rückseite einiger Exemplare, die den Weg wieder zurück nach Werne gefunden haben, lassen sich Grußworte entziffern. „Liebe Mutter, mach Dir kein Sorgen“, schrieb ein Junge um 1900 aus dem Werner Vinzenzstift nach Hause. Auch eine Karte nach Amsterdam traf wieder in Werne ein.

Den Grundstock der Postkartensammlung legte einst August Veltmann von der Werner Stadtverwaltung. Bevor die Karten verloren gehen, sollten sie besser ins Archiv des Museums gebracht werden, erinnert sich heute die Museumsleiterin an die Kiste mit 150 Karten, die sie vor 29 Jahren entgegennahm. Heute umfasst die Sammlung mit teilweise handgemalten Bildern und alten Fotografien 500 Karten. Ein nicht zu unterschätzender Wert. „Für die colorierten werden 30 bis 40 Euro gezahlt“, weiß die Museumsleiterin Heidelore Fertig-Möller, die Karten ankauft und auch ersteigert. Die ältesten Postkarten wurden vor Jahren nachgedruckt und können heute als Ansichtskarte erworben werden. 

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