Birgit Havers von Optik Teigelkötter tritt den Beweis an: Links das Glas ist mit den Antibeschlagtuch geputzt, rechts nicht. © Jörg Heckenkamp
Zum Teil ausverkauft

Antibeschlag-Tücher sind bei Werner Brillenträgern stark gefragt

Wer jetzt, zur kalten Jahreszeit, draußen Maske und Brille trägt, fühlt sich in Sachen Sicht oft wie benebelt. Die Brille beschlägt. Die Folge: Antibeschlagtücher sind gefragt, zum Teil ausverkauft.

Die Maskenpflicht in der Werner Innenstadt ist zwar richtig und nachvollziehbar, aber auch lästig. Seitdem die Temperaturen gesunken sind, haben Brillenträger schwer mit dem Nebel-Effekt zu kämpfen. Der warme Atem steigt über den Maskenrand nach oben und kondensiert auf den Brillengläsern. Abhilfe könnten Antibeschlag-Mittel schaffen. Doch die sind zum Teil ausverkauft.

„Die sind bei uns tatsächlich sehr stark nachgefragt“, sagt Sabine Havers, Mitinhaberin von Jücker Optik. Erst vor etwa zehn Tagen habe sie eine Lieferung von Tüchern bekommen. Havers: „Innerhalb von einer Woche waren die 150 Tücher verkauft.“ Stückpreis: 9,90 Euro. „Die kann man bis zu 200 Mal benutzen“, sagt die Fachfrau. Die nächste Lieferung sei erst wieder für Mitte Januar in Aussicht gestellt.

Nicht ganz so lange muss man bei Optik Hoppe auf die Lieferung warten. Aber auch hier gilt momentan: ausverkauft. Mitte der Woche habe er das letzte verkauft, sagt Mitinhaber Hubertus Hoppe am Donnerstag, 10. Dezember. Er rechne damit, dass Mitte der 51. Kalenderwoche bei ihm Nachschub eintreffe. Optik Hoppe verkaufe sowohl die getränkten Antibeschlagtücher als auch Sprays, die man direkt auf die Brillengläser sprüht und dann verreibt.

Mit dem Winter kam die Nachfrage

Alle von uns befragten Fachgeschäfte bestätigen, dass es seit Einsetzen der kalten Witterung einen Boom bei den Antibeschlag-Mitteln gebe. „Das Produkt hat es schon immer gegeben“, sagt etwa die Jücker-Mitinhaberin, „aber früher wurde das ab und und an mal verkauft. Zum Beispiel für Leute, die in den Ski-Urlaub gefahren sind oder die häufig vom Warmen ins Kalte wechseln mussten.“ Erst seit der Verbreitung der Mund-Nase-Bedeckungen habe es einen regelrechten Boom gegeben.

Bei Optik Munkes sind die getränkten Tücher aktuell zu bekommen, bestätigt Inhaberin Annette Diko: „Wir haben aber lange darauf warten müssen.“ Sie hat einen Tipp zur Benutzung parat: „Etwa sechs bis acht Mal bis in die Ecken nur über die Innenseite der Brille mit dem Tuch gehen. Denn nur die zum Auge gerichtete Seite beschlägt. So hält das Tuch länger.“

Lieferprobleme in den USA

Birgit Havers, Chefin von „Die Brille Teigelkötter“ hatte zwischenzeitlich ebenfalls Lieferprobleme für die begehrten Artikel. „Wir hatten sogar eine Liste mit Vorbestellungen“, sagt sie. Aktuell seien die Tücher zum Preis von knapp unter 10 Euro vorhanden, sie erwarte zudem noch eine Lieferung. Hauptproblem für den Nachschub, das hätten ihre Recherchen ergeben, seien Lieferprobleme bei der Flüssigkeit. Es gebe nur einen Hersteller in den USA, und der sei so gut wie ausverkauft.

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Jörg Heckenkamp

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