Anwohner sauer wegen Parkhaus am Roggenmarkt

Parkregal geplant

35 Anwohner des Roggenmarktes haben bei einer Info-Veranstaltung zum Teil kräftig Dampf abgelassen. Stein des Anstoßes: das geplante Parkregal - ein Parkhaus, in dem Autos automatisch gestapelt werden. Hauptkritik der Anwohner: Sie müssten künftig den Verkehrslärm von Leuten ertragen, die woanders wohnen.

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, 25.06.2014, 15:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Was ist der Hintergrund der Aufregung? Die Bauunternehmung Austrup aus Lüdinghausen will in zwei Baulücken an der Burgstraße und der kleinen Burgstraße Wohnhäuser errichten. Für diese Wohnungen muss der Investor PKW-Stellplätze nachweisen. Die sollen gebündelt in besagtem Parkhaus entstehen. Die Zufahrt dazu ist aber nur vom Roggenmarkt aus möglich. Die PKW-Besitzer können durch einen schmalen Durchgang vom Parkregal zu Fuß zu ihren Wohnungen an Burg- und Kleiner Burgstraße gelangen.

Das Parkregal entsteht an der Stelle einer ehemaligen Scheune. „Daher haben wir uns an die Gestaltung einer Scheune bei unseren Plänen gehalten“, erklärte Architekt Axel Rüdiger den Zuhörern. Während das Parkhaus außen einer Scheune ähnelt, herrscht drinnen modernste Technik. 18 Stellplätze sind auf drei Ebenen verteilt. Die Autos fahren ebenerdig ein, ein Aufzugsystem stapelt sie dann neben- und übereinander.

Gut zwei Stunden brachten die Anlieger ihre Bedenken vor. Weder Architekt Axel Rüdiger noch Baudezernent Ralf Bülte gelang es, die Vorbehalte zu zerstreuen.  Derzeit läuft das Bauantragsverfahren des Investors bei der Stadt. Die steht den Plänen, wie auch die Politik, grundsätzlich positiv gegenüber.

Das Video zeigt ein System, das in Gebäude integriert werden kann. In Werne soll aber ein eigenes, freistehendes Gebäude entstehen. Das Funktionsprinzip ist allerdings dasselbe.

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