Arbeiten an Fußgängerbrücke: Geht der Abriss an der Münsterstraße (B54) nun endlich los?

mlzStadtentwicklung Werne

Nach den vorbereitenden Arbeiten soll der Abriss der Fußgängerbrücke an der Münsterstraße nach langer Verzögerung bald beginnen. Bis zum Jahresende tut sich noch mehr an der markanten Stelle.

Werne

, 12.11.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es tut sich etwas an der Fußgängerbrücke an der Münsterstraße. Dort waren in diesen Tage riesige Kabel-Trommeln zu sehen. Hier werden Kabel verlegt. Dass muss passieren, bevor der Kreisverkehr an dieser Stelle entsteht. Es sind Glasfaser- und Kupferkabel, die die Telekom dort verlegt, erklärt George McKinney, Pressesprecher der Telekom.

„Es sind vorbereitende Arbeiten. Wenn die Kabel umgelegt sind, können wir mit unseren Arbeiten starten“, erklärt Gisbert Bensch, Projektmitarbeiter der Stadt Werne. Dann könnte die Fußgängerbrücke endlich dem Erdboden gleich gemacht werden. Der Abriss sollte schon 2018 erfolgen.

Arbeiten an Fußgängerbrücke: Geht der Abriss an der Münsterstraße (B54) nun endlich los?

Die Fußgängerbrücke über die Münsterstraße (B54) steht immer noch. Das soll sich in den nächsten Wochen tatsächlich ändern. © Andrea Wellerdiek

Nun soll es aber ganz schnell gehen, wie auch Bürgermeister Lothar Christ versichert: „Ich hoffe, dass wir noch vor Weihnachten mit dem Bau beginnen können.“ Er meint damit tatsächlich den Start für den Bau des Kreisverkehrs.

Das heißt, auch die Brücke soll noch vor den Feiertagen weichen. In Rücksprache mit den Verantwortlichen aus dem Tiefbauamt geht Christ davon aus, dass der Rückbau der Brücke innerhalb von wenigen Tagen erfolgt.

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Irritationen gab es rund um die Verlegung der Kabel der Telekom. „Je nach Wetterlage werden die Arbeiten bis Februar oder März andauern“, erklärt McKinney. Die Dimension: An einer Strecke von fünf bis sechs Kilometern werden die Leitungen verlegt, so der Pressesprecher weiter.

„Wir legen ein neues Rohrnetz in die Trasse, um im Anschluss daran dort unsere Kabel einzuziehen. Dies bedeutet, dass es abschnittsweise immer wieder ‚wandernde‘ Baustellen gibt“, sagt McKinney.

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Bürgermeister Lothar Christ freut sich über die Fortschritte an der Münsterstraße. © Jörg Heckenkamp (A)

Kabel werden in Leerrohre gezogen

Gisbert Bensch erklärt im Detail, dass die Glasfaserkabel in vorhandene Leerrohre gezogen werden. Und zwar in den Bereichen, in denen die Stadt Werne künftig bauen wird. Demnach wird die Telekom Kabel bis zur Kreuzung Hansaring/Stockumer Straße sowie Richtung Süden auf der Lünener Straße bis fast zum Südring verlegen - für die Kreisverkehre an der Bahnhofstraße/Konrad-Adenauer-Platz (Baustart geplant in 2021) sowie an der Kreuzung am Steintor. „Die Kabel werden an den Stellen gleich mit verlegt, damit man nicht innerhalb von zwei Jahren gleich wieder die Kabel rausziehen muss“, erklärt Bensch.

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Die ersten Kabel sind bereits verlegt. © Andrea Wellerdiek

Kurzzeitige Verkehrsbehinderungen

Während der Arbeiten der Telekom wird es zu Verkehrsbehinderungen kommen. Demnach werde jeweils die Straße halbseitig gesperrt - voraussichtlich jeweils einen halben Tag, schätzt Bensch. Als erste Maßnahme wurden die Kabel aber an der Fußgängerbrücke an der Münsterstraße verlegt.

Nun können die städtischen Maßnahmen folgen. An der Stelle Münsterstraße/Becklohhof soll ein Kreisverkehr entstehen. Es ist der Auftakt zu den Umgestaltungsmaßnahmen an der Horne im Projekt „Werne neu verknüpft“.

„Wir freuen uns darüber, dass das Projekt jetzt startet und wir es Baustein für Baustein fortsetzen können. Es ist gut, dass auch die Bürger sehen können, dass sich etwas tut in der Stadtentwicklung“, sagt Christ. Eigentlich hätte sich der Bereich schon im vergangenen Jahr stark verändern sollen. Doch immer wieder kam es zu Verzögerungen.

Langfristiges Projekt

Inwiefern sich der gesamte Zeitplan - das Projekt ist für rund fünf Jahre angelegt - daraufhin ändert, werden die Verantwortlichen laut Christ nun diskutieren, ebenso über die Mehrkosten.

Statt der ersten Rechnung mit einem Preis von 5,1 Millionen Euro sind die Kosten auf über 9 Millionen Euro gestiegen. Ob alle Maßnahmen vom Land NRW mit 70 Prozent förderfähig sind, muss noch entschieden werden.

Der erste Schritt im Langzeit-Projekt „Werne neu verknüpft“ wird der Bau des Kreisverkehrs sein, der im Frühjahr 2020 entstehen soll. „Es wird ein Kreisverkehr, über den ich mich besonders freue, weil er den Verkehr entschleunigt“, so Lothar Christ.

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