Arbeiter tauschen in der Kirche St. Christophorus die Beleuchtung aus. Doch es gibt noch weitere Veränderungen. © Felix Püschner
Kirche in Werne

Arbeiten laufen: Christophorus-Kirche in Werne bekommt eine Schönheitskur

In der Kirche St. Christophorus sind Arbeiter aktuell fleißig am Werk. Die Kirche erhält - wenn man so will - eine Schönheitskur. Das betriff je einen Teil weit oben und ganz unten im Gotteshaus.

Orgelklänge hallen am Mittwochmittag (25. November) durch die Kirche St. Christophorus. Das kennt man. Ist an sich nichts Ungewöhnliches. Allerdings: Kaum ist die Orgel verstummt, wird sie von einem deutlich weniger betörenden Piepton abgelöst. Ein Arbeiter fährt mit einer mobilen Arbeitsbühne Richtung Kirchendecke – und begibt sich dabei quasi auf Augenhöhe der Orgel. Seine Aufmerksamkeit gilt allerdings nicht dem imposanten Instrument, sondern der Beleuchtung an einer der tragenden Steinsäulen.

Denn die wird aktuell erneuert, wie Pfarrdechant Jürgen Schäfer erklärt. Genauso wie die Außenbeleuchtung der Christophorus-Kirche. „Wir wechseln von Halogen auf LED. Das ist ein Sprung in die Moderne“, so Schäfer. Die neue Beleuchtung soll eine besondere Atmosphäre im Gotteshaus am Kirchhof schaffen. Man könne auf diese Weise unter anderem bestimmte Bereiche der Kirche besonders in Szene setzen, zum Beispiel den Taufstein.

Hoch hinaus geht es für diesen Arbeiter. Die Beleuchtung wird von Halogen auf LED umgerüstet.
Hoch hinaus geht es für diesen Arbeiter. Die Beleuchtung wird von Halogen auf LED umgerüstet. © Felix Püschner © Felix Püschner

„Mit dem Gröbsten werden wir wohl Ende der Woche fertig sein. Danach kommen noch ein paar Feinheiten“, so Schäfer weiter – und ergänzt mit einem Schmunzeln: „Bei Kirchen ist das ja ein bisschen so wie bei einer Modelleisenbahn. Man muss immer dran bleiben.“

Die Christophorus-Kirche soll aber nicht bloß durch die moderne Beleuchtung in neuem Glanz erstrahlen. Auch der Boden erhält eine Schönheitskur. Im Jahr 2003 war der Sandstein auf gut 800 Quadratmetern verlegt worden. Versiegelt hatte man ihn damals jedoch nicht – aus zweierlei Gründen. Zum einen hätte dies dem Sandstein wohl eher geschadet als gutgetan und zum anderen „war die Idee, das alles ganz natürlich zu halten“, sagt der Pfarrdechant.

Pfarrdechant Jürgen Schäfer zeigt den Boden in der Kirche St. Christophorus. Der stark verschmutzte Sandstein bekommt nun eine Schönheitskur. Nach 13 Jahren ist der Farbunterschied deutlich zu erkennen.
Pfarrdechant Jürgen Schäfer zeigt den Boden in der Kirche St. Christophorus. Der stark verschmutzte Sandstein bekommt nun eine Schönheitskur. Nach 13 Jahren ist der Farbunterschied deutlich zu erkennen. © Felix Püschner © Felix Püschner

Die Folge: Relativ zügig verschmutzte der Boden stark. Trotz regelmäßigen Putzens und Schrubbens. Der Farbunterschied ist nach 13 Jahren groß. Daher soll der Sandstein nun gereinigt und mit einer schmutzabweisenden Imprägnierung versehen werden, sobald die Weihnachtsbäume wieder weg sind. Und dann werde man wohl „erstmal wieder Ruhe haben“, so Schäfer. Zumindest bis der Tatendrang eines Modelleisenbahners wieder zum Vorschein kommt.

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Geboren 1984 in Dortmund, studierte Soziologie und Germanistik in Bochum und ist seit 2018 Redakteur bei Lensing Media.
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Felix Püschner

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