Brasilianerin (15) amüsiert die deutsche Pünktlichkeit

Austauschschülerin

Seit einem halben Jahr lebt die Brasilianerin Julia Rocha Ortenburger (15) in Werne. Mittwochabend gab sie Einblicke in ihr Leben in Deutschland. Ein Lieblingswort hat sich auch schon.

Werne

von Laura Schulz-Gahmen

, 08.02.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Brasilianerin (15) amüsiert die deutsche Pünktlichkeit

Die gemeinsame Zeit hat Julia Rocha Ortenburger (l.) und ihre Gast-„Mutter“ Dr. Andrea Bokelmann merklich zusammengeschweißt. © Laura Schulz-Gahmen

Der Internationale Club Werne (ICW) und der Rotary Jugenddienst Deutschland möchten verschiedene Kulturen zusammenführen. Vergangenen Mittwochabend, 6. Februar 2019, genossen die Mitglieder der Organisationen die Ausführungen von Julia Rocha Ortenburger (15), welche an dem Rotary Youth Exchange in Deutschland teilnimmt.

Sie teilte ihre gesammelten Erfahrungen und Eindrücke von einem halben Jahr in Deutschland mit den rund 25 Gästen. Die junge Brasilianerin hatte den Wunsch, eine neue Sprache zu lernen, denn sie möchte später in einer Botschaft arbeiten.

Mädchen aus Brasilien stießen zufällig auf das Austauschprogramm

Zufällig stießen sie und ihre mitgereiste Freundin Anita (18) auf das Rotary Programm. Ziele der Organisation sind der Austausch von Kulturen, Völkerverständigung und Frieden.

Die Jugendliche aus Sao Paulo ist vor allem von der deutschen Mentalität fasziniert. Ein wenig amüsiert erzählt die 15-Jährige, dass die Deutschen organisiert und pünktlich sind. Das kenne sie von ihrer Heimatinsel Ilhabela anders, obwohl ihr zu Hause ein Stück weit deutsch ist.

Die junge Brasilianerin hat familiäre Wurzeln in Deutschland

Ihr Nachname lässt schon darauf schließen: Ihr Großvater ist aus Deutschland nach Brasilien ausgewandert. Vielleicht schwärmt sie gerade aufgrund ihrer deutschen Wurzeln von dem Brot und dem Kuchen hier.

„Kaputt“ ist das Lieblingswort der jungen Brasilianerin

Auf die Frage eines Gastes, welches ihr deutsches Lieblingswort sei, erwidert die junge Rednerin: „kaputt“. Es klinge witzig und werde oft und in den verschiedensten Situationen benutzt.

Unter den Gästen der Veranstaltung war eine Lehrerin des Anne-Frank-Gymnasiums in Werne, Laura Parthe. Sie berichtete von der Problematik, Schüleraustausche zu organisieren. Die Partnerstädte hätten unterschiedliche Schulsysteme und aufgrund der scheinbaren Inkompatibilität herrsche ein eher verhaltenes Interesse an Besuchen.

Georg Laurenz wirbt für das Austauschprogramm

Dies nahm Georg Laurenz vom Hof Schulze Blasum zum Anlass, noch einmal die enorme Bedeutung von Programmen wie Rotary Youth Exchange herauszustellen. Interessierte sollen die Chance nutzen, in ihrer Jugend Erfahrungen zu sammeln. Dies trüge auch zur persönlichen Entwicklung und Eigenständigkeit bei.

Dr. Andrea Bokelmann, Vorsitzende des ICW, hat Julia Rocha Ortenburger in ihre Familie aufgenommen. Sie selbst nahm in ihrer Jugend an einem Austausch teil und erinnert sich an die zahlreichen positiven Erfahrungen, die sie sammeln durfte.

Julia wohnt sechs Monate bei der Werner Familie Bokelmann

Die Zeit mit der Austausch-Schülerin möchte sie auf keinen Fall missen. Nach sechsmonatiger Zeit mit Familie Bokelmann wechselt Julia in Kürze nach Südkirchen und darauf wieder zurück nach Werne. Sowohl Julia, als auch ihre Freundin Anita besuchen während ihres Aufenthaltes das Gymnasium St. Christophorus.

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