Vor dem Amtsgericht Lünen musste sich ein Mann aus Witten jetzt wegen diverser Vergehen in Werne verantworten. © Mönnig (A)
Auf der Nordlippestraße

Auto geklaut, betrunken und ohne Führerschein in Gegenverkehr gerast

Er habe 2018 „ein ganz blödes Jahr“ gehabt, sagt ein 36-Jähriger vor dem Amtsgericht Lünen. Damals war er in Werne unterwegs und machte sich einer Latte von Straftaten schuldig.

Mit dem Auto, das er einer Bekannten aus Rache geklaut hatte, sorgte ein Mann aus Witten in Werne für Schreckmomente. Der Diebstahl und die in jeder Hinsicht verbotene Fahrt hatten nun ein Nachspiel vor dem Amtsgericht Lünen.

Mit einem Ersatzschlüssel ließ der 36-Jährige im April 2018 den fremden Opel verschwinden. Einen guten Monat später, am 10. Mai 2018, verschlug es ihn und den Wagen nach Werne, wo er im negativsten Sinne einen bleibenden Eindruck hinterließ. Alkoholisiert, ohne Führerschein, mit falschen Kennzeichen und zu viel Tempo befuhr er die Nordlippestraße, konnte die Spur nicht halten und geriet in den Gegenverkehr.

Angeklagter: „2018 hatte ich ein ganz blödes Jahr“

Straßenverkehrsgefährdung, Urkundenfälschung, Fahren ohne Fahrerlaubnis und der Diebstahl wurden ihm nun zur Last gelegt. Er, der unter laufender Bewährung steht, legte den Kopf auf den Tisch und räumte alles sofort ein. „2018 hatte ich ein ganz blödes Jahr.“ Der Diebstahl des Autos sei ein Racheakt gewesen und ansonsten habe er mit einem handfesten Alkoholproblem gekämpft.

In Werne habe er einfach nur „eine Runde fahren“ wollen. Mittlerweile sei er trocken, bekomme sein Leben wieder in den Griff. Der Richter nahm ihn beim Wort und beließ es bei sieben Monaten Haft auf Bewährung, 60 Sozialstunden und 18 Monaten Sperrfrist zur Erteilung einer Fahrerlaubnis. sam

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