Bänke weg, Lehnen ab?

WERNE Die Bänke auf dem Roggenmarkt müssen weg, meinen die Anwohner. Darüber entscheiden soll der Ausschuss für Stadtentwicklung am 23. Oktober.

von Von Rudolf Zicke

, 05.09.2007, 17:26 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Verwaltung jedenfalls will sich nicht im Alleingang für oder gegen das Ansinnen der Anwohner aussprechen. "Ich kann den Wunsch nachvollziehen", zeigt Dr. Ralf Wagner, Leiter der Abteilung Umwelt und Verkehr Verständnis.

Die Verwaltung jedenfalls will sich nicht im Alleingang für oder gegen das Ansinnen der Anwohner aussprechen. "Ich kann den Wunsch nachvollziehen", zeigt Dr. Ralf Wagner, Leiter der Abteilung Umwelt und Verkehr Verständnis.

Brief an Bürgermeister Tappe

Die Anwohner möchten, dies machten sie in einem Brief an Bürgermeister Rainer Tappe deutlich, dass die Bänke komplett verschwinden. Begründung: Speziell an den Wochenenden zu nächtlicher Stunde würden sich Jugendliche auf dem Roggenmarkt bzw. den dortigen Bänken aufhalten, reichlich Alkohol konsumieren, Lärm und Dreck produzieren.

Wenn ihnen die Bänke genommen würden, wäre der Roggenmarkt für die jungen Leute nicht mehr interessant, so die Hoffnung.

Die Nachbarn hatten, daran erinnert Dr. Wagner, bereits vor geraumer Zeit einen Vorstoß zur "Beruhigung" des Roggenmarktes unternommen. Seinerzeit hatten sie darum gebeten, die Lehnen der Bänke abzuschrauben, um den Jugendlichen damit "Sitzqualität" zu nehmen und sie so eventuell zu vergraulen. Diesen Wunsch habe die Politik aber strikt abgelehnt.

Idyllischer Roggenmarkt

Nun denkt die Verwaltung über Kompromisse nach. Die rigorose Beseitigung der Bänke gehe natürlich zu Lasten z. B. älterer Menschen, die auf dem idyllischen Roggenmarkt gerne rasten, gibt Wagner bei allem Verständnis für die Anwohner zu bedenken.

"Vielleicht sollte man doch noch einmal den Gedanken des Lehnen-Abbaus aufgreifen, vielleicht reicht es ja auch, nicht alle, sondern nur einige Bänke weg zu nehmen", so Dr. Wagner.

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