Bauarbeiten in Bonenstraße starten bald - Ärger über Stolperfalle bleibt

mlzFußgängerzone

Der Ausbau der Bonenstraße erhitzte zuletzt die Gemüter. Die Baumaßnahme wurde daraufhin verschoben. Jetzt steht fest, wann es weitergeht. Doch ein anderes Problem verfolgt die Stadt weiter.

Werne

, 19.09.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Endlich ist es fix: Der nächste Bauabschnitt in der Bonenstraße wird noch in diesem Herbst in Angriff genommen. Ganz nach dem Willen der Politik. Denn nachdem sich die ansässigen Gastronomen vor einigen Monaten über die Baustelle vor ihrer Tür beschwert hatten - sie kam aus ihrer Sicht zur Unzeit, da man durch die Corona-Krise ohnehin schon arg gebeutelt war -, schmiss die Stadt die ursprünglichen Pläne für den Ausbau über Bord.

Die Baumaßnahmen hätten eigentlich bereits im Sommer erfolgen sollen. Doch der Rat entschied sich im Juni mehrheitlich für die Aufhebung der Ausschreibung für das rund 550.000 Euro teure Vorhaben. Zur Freude der Gastronomen - aber auch gegen das Interesse der Anwohner, die die Baustelle gerne so schnell wie möglich hinter sich gebracht hätten.

Arbeiten dauern mehrere Monate

Daraus wurde nichts. 26 der 37 anwesenden Ratsmitglieder stimmten für eine Verschiebung in den Herbst. Nun erklärte Tiefbauamtsleiter Adrian Kersting am Mittwoch (16. September) im Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung, Umwelt und Verkehr: „Dem versprochenen Baustart im Oktober und der Fertigstellung im Frühjahr 2021 steht nichts mehr im Wege.“

Alle Formalitäten rund um die Ausschreibung sowie letzte Details seien inzwischen geklärt. Ab Oktober sollen dann zunächst die etwa dreimonatigen Kanal-, dann die dreimonatigen Straßenarbeiten starten.

Sorgenfreiheit herrscht deswegen im Bereich Moormannplatz/Bonenstraße/ Konrad-Adenauer-Straße aber noch nicht. Rolf Weißner (CDU) erinnerte im Ausschuss an das inzwischen altbekannte Stolperfallen-Problem. Sowohl Anwohner als auch Geschäftsleute hatten sich im vergangenen Sommer unter anderem über die Stufenkonstruktion auf Höhe des Optiker-Geschäfts Hoppe beschwert.

Denn angesichts der ungewohnten Bauweise mit „auslaufenden“ Stufen war manch einer ins Straucheln geraten. Eine ältere Dame war sogar so schwer gestürzt, dass sie mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden musste.

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Wernes Tiefbauamtsleiter erklärte schon damals im Gespräch mit unserer Redaktion, das Problem sei bekannt, man denke über eine Lösung nach. Er gehe jedoch auch davon aus, dass sich die Leute an die neue Situation gewöhnen. Doch das ist anscheinend nicht passiert.

Er sei schon häufiger auf das Problem angesprochen worden, betonte Rolf Weißner. Es habe auch mehrere Stürze gegeben. Der CDU-Mann brachte Leuchtstreifen als Option ins Spiel, um dem Problem zumindest ein wenig entgegenzuwirken.

Kersting meinte daraufhin, ihm seien keine weiteren Stürze bekannt. Es sei auch niemand auf die Stadt zugekommen. Man wolle sich aber in der kommenden Woche noch einmal mit dem Behindertenbeirat besprechen. Aktuell ist die Treppe vor dem Optiker-Geschäft teils abgesperrt.

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