Schule und Corona

Berufskolleg Werne: Bis jetzt zwei Lehrer und neun Schüler infiziert

Auch an der schülerstärksten Bildungseinrichtung in Werne ist die Corona-Pandemie nicht spurlos vorbeigegangen. „Aber bis jetzt sind wir ganz gut durchgekommen“, sagt die Schule.
Schulleiter Helmut Gravert (v. l.), sein Stellvertreter Jürgen Artmann und Katrin Stüwe informierten über die Corona-Situation am Berufskolleg. © Jörg Heckenkamp

Alle Werner Schulen sind bereits vom Coronavirus betroffen (gewesen). Sowohl die fünf städtischen (drei Grundschulen, Marga-Spiegel-Sekundarschule und Anne-Frank-Gymnasium) als auch das in bischöflicher Trägerschaft stehende Christophorus-Gymnasium. Auch die größte Werner Schule, das vom Kreis Unna betriebene Freiherr-vom-Stein-Berufskolleg, musste der Pandemie Tribut zollen.

„Die ersten positiven Fälle bei Schülern hatten wir am 30. Oktober“, sagt Schulleiter Helmut Gravert. Bis Stand Montag, 7. Dezember 2020, seien neun Fälle in der Schülerschaft dokumentiert. „Und dies bei rund 1300 Schülern“, sagt Gravert. „Bei den Lehrern gibt es bis jetzt zwei positive Fälle innerhalb des 67-köpfigen Kollegiums“, sagt der stellvertretende Schulleiter Jürgen Artmann: „Damit sind wir eigentlich bis jetzt ganz gut durchgekommen.“

Mehr Berufsschüler in der Quarantäne

Jeden Mittwoch schicke das Berufskolleg einen Corona-Report an das Schulministerium. Beim jüngsten Report vom 2. Dezember seien 25 Schüler in Quarantäne gewesen bei drei bestätigten Coronafällen. Artmann: „Es ist jetzt schon absehbar, dass wir beim nächsten Bericht am Mittwoch, 9. Dezember, zwei bis drei Klassen melden müssen, die in Quarantäne sind.“

Noch können Schüler ohne eigenen Tablet-Computer in der Quarantäne nicht auf schuleigene Geräte zurückgreifen. „Aber wir sind dran am Thema.“ Das Geld für digitale Endgeräte sei da, die Tablets (iPads der Firma Apple) seien bestellt, „wir rechnen mit der Lieferung nach den Weihnachtsferien“, so Gravert. Alle 67 Lehrkräfte bekämen demnach ein solches Gerät, 120 Exemplare seien für Schüler bestellt, die sich kein Tablet leisten könnten.

Berufskollegs wartet auf den Glasfaser-Anschluss

Die Datenleitungen innerhalb des vor einigen Jahren renovierten Schulgebäudes seien gut. Doch noch „kommt nicht genug von außen herein“, sagt Jürgen Artmann. Doch das werde sich bald ändern. „In Kürze soll der Anschluss des Berufskolleges ans Glasfasernetz erfolgen.“ Das würde die digitale Arbeit und den Distanzunterricht erleichtern.

Stichwort erleichtern: Helmut Gravert ist froh, dass der Kreis Unna als Schulträger flexibel und schnell auf die Anforderungen der Pandemie reagiert. „Neulich brauchten wir FFP2-Masken. Innerhalb von wenigen Tagen waren die da“, sagt er und fügt an: „Heutzutage geht vieles, was vor einem Jahr nach undenkbar war.“

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