Betrüger hauen 86-jährige Wernerin übers Ohr und erbeuten viel Geld

Polizei gibt Tipps

Bislang unbekannte Täter haben durch eine Betrugsmasche einen hohen Geldbetrag von einer 86-Jährigen aus Werne erbeutet. Dabei gingen die Täter nach einem klassischen Muster vor.

Werne

, 08.07.2020, 11:25 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Polizei warnt vor Trickbetrügern. Sie geben sich als falsche Polizisten aus und erbeuteten von einer Werner Seniorin einen fünfstelligen Betrag.

Die Polizei warnt vor Trickbetrügern. Sie geben sich als falsche Polizisten aus und erbeuteten von einer Werner Seniorin einen fünfstelligen Betrag. © picture alliance / Patrick Seege

Mit einer klassischen Masche haben bislang unbekannte Täter am Dienstag, 7. Juli 2020, eine Seniorin aus Werne übers Ohr gehauen. Obwohl allenthalben vor gerade diesem Trick gewarnt wird, fiel die 86-Jährige darauf rein. Die Betrüger erleichterten sie um einen fünfstelligen Bargeldbetrag.

Gegen 10 Uhr am Dienstag, 7. Juli, erhielt sie einen Anruf von einer männlichen Person, die sich als falscher Polizeibeamter ausgab. Um sich vor Enkeltrickbetrügern zu schützen, solle die Seniorin einen fünfstelligen Betrag von ihrer Bank abholen und der Polizei übergeben, forderte der Unbekannte am Telefon. Weil sie dem Mann glaubte, suchte die 86-Jährige ihr Geldinstitut auf und besorgte sich die Summe, ohne bei der Bank Aufsehen zu erregen.

Ein Täter, der ebenfalls vorgab, Polizist zu sein, suchte die Seniorin zwischen 15.30 und 15.50 Uhr zu Hause in der Straße Penningrode auf und holte das Geld ab. Die 86-Jährige beschreibt den Unbekannten wie folgt: 20-25 Jahre, 180 cm, schlank, Jeans, schwarze Sportjacke, akzentfreies Deutsch.

Die Polizei sucht nun Zeugen, die den Mann gesehen oder verdächtige Beobachtungen gemacht haben. Hinweise nimmt die Wache Werne unter der Rufnummer (02389) 921 34 20 entgegen.

Diese Tipps gibt die Polizei:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Anrufer am Telefon nichts elbst mit Namen melden. Raten Sie nicht, wer anruft, sondern fordern Sie Anrufer grundsätzlich dazu auf, ihren Namen selbst zu nennen.
  • Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht erkennen. Erfragen Sie beim Anrufer Dinge, die nur der richtige Verwandte/Bekannte wissen kann.
  • Geben Sie keine Details zu Ihren familiären und finanziellen Verhältnissen preis.
  • Lassen Sie sich nicht drängen und unter Druck setzen. Nehmen Sie sich Zeit, um die Angaben des Anrufers zu überprüfen. Rufen Sie die jeweilige Person unter der Ihnen lange bekannten Nummer an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen.
  • Wenn ein Anrufer Geld oder andere Wertsachen von Ihnen fordert: Besprechen Sie dies mit Familienangehörigen oder anderen Ihnen nahe stehende Personen.
  • Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen wie Schmuck an unbekannte Personen.
  • Kommt Ihnen ein Anruf verdächtig vor, informieren Sie unverzüglich die Polizei unter der Nummer 110.
  • Sind Sie bereits Opfer eines Enkeltricks geworden, zeigen Sie die Tat unbedingt bei der Polizei an. Dies kann der Polizei helfen, Zusammenhänge zu erkennen, andere Personen entsprechend zu sensibilisieren und die Täter zu überführen.
  • Lassen Sie Ihren Vornamen im Telefonbuch abkürzen (aus Herta Schmidt wird beispielsweise H. Schmidt). So können die Täter Sie gar nicht mehr ausfindig machen. Zum Ändern eines Telefonbucheintrags wenden Sie sich an die Telekom.
  • Bewahren Sie Ihre Wertsachen, z. B. höhere Geldbeträge und andere Wertgegenstände, nicht zu Hause auf, sondern auf der Bank oder im Bankschließfach.
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