Wohnungsbau in Werne

Bis zu 240 Wohnungen: Tecklenborg bekommt grünes Licht aus Politik

Die Umwandlung von landwirtschaftlicher in Gewerbe-Fläche hat der Planungsausschuss kontrovers diskutiert. Die Umwandlung von Gewerbe- in Wohnbau-Fläche fand einhellige Zustimmung.
So etwa könnte das neue Wohnquartier auf dem Gelände der Firma Tecklenborg einmal aussehen. Die Stockumer Straße verläuft schräg nach rechts. © Jörg Heckenkamp

Die Pläne der Firma Tecklenborg, auf ihrem jetzigen Firmenstandort im Bereich Stockumer Straße/Schemmelweg ein neues Wohnquartier zu errichten, fand am Dienstagabend im Ausschuss für Stadtentwicklung und Planung einhellige Zustimmung. Nach der Sitzung standen mehr Details zu dem Vorhaben der traditionsreichen Werner Firma fest.

Hintergrund der Baupläne ist die Absicht der Firma, an einen anderen Standort innerhalb eines Gewerbegebietes in Werne zu ziehen. Nach solch einem Umzug möchte Tecklenborg auf dem rund 3 Hektar (30.000 Quadratmeter) großen Gelände hinter Rewe-Ihr Kaufpark/Aldi ein Wohnquartier hochziehen. Die Zahl der Wohnungen wurde am Dienstagabend mit 200 bis 240 angegeben.

Geschäftsführer Bertram Tecklenborg (r.) erläuterte die Pläne seiner Firma zum Bau eines Wohngebietes mit gut 200 Wohnungen auf dem Firmengelände an der Stockumer Straße/Ecke Schemmelweg.
Geschäftsführer Bertram Tecklenborg (r.) erläuterte die Pläne seiner Firma zum Bau eines Wohngebietes mit gut 200 Wohnungen auf dem Firmengelände an der Stockumer Straße/Ecke Schemmelweg. © Jörg Heckenkamp © Jörg Heckenkamp

Geschäftsführer Bertram Tecklenborg stellte dem Ausschuss zunächst die Grundzüge seiner Pläne vor. Neben der Wohnbebauung in Form von Wohnhöfen könne er sich am Platz der jetzigen Firmenzentrale, Ecke Schemmelweg/Stockumer Straße, ein Hotel sowie ein Gebäude für Dienstleistungen vorstellen. Dem Umweltgedanken will er mit „Fotovoltaik, begrünten Dächern und eventuell einem Blockheizkraftwerk“ Genüge tun.

Die Wohnungen längs der Stockumer Straße sollen dreigeschossig plus Staffelgeschoss ausfallen, alle anderen zweigeschossig plus Staffelgeschoss. Bei dieser Planung rede man über rund 24.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche (BGF) bei etwa 225 bis 240 Wohneinheiten. Eine geplante Kita würde etwa 650 Quadratmeter BGF aufweisen.

Nach dieser Präsentation eröffnete Bürgermeister Lothar Christ die Debatte der Politiker: „Wir begrüßen das ausdrücklich.“ Dazu trug der Gedanke bei, dass auf dieser Fläche viel preiswerter Wohnraum entstehen soll. Lobende Töne kamen auch von CDU und SPD. „Wir folgen diesem Beschluss gerne“, sagte Markus Rusche (CDU) für seine Fraktion.

Einen kleinen Wermutstropfen machte Dr. Thomas Gremme von der UWW aus: „Alles gut, nur das Hotel gefällt uns nicht so gut.“ Claudia Lange von der FDP brachte ein Detail ins Gespräch und bat den Investor, „an überdachte Stellplätze für Fahrräder zu denken“. Klaus Schlüter von den Grünen wertete die Pläne „als ganz gutes Konzept. Wir möchten, dass diese Versprechungen schriftlich festgehalten werden.“

Die anschließende Abstimmung war nur noch Formsache: Bertram Tecklenborg konnte die Sitzung mit einem einstimmigen Votum für seine Wohnbau-Pläne verlassen.

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