Brand am Lkw auf der A1 hat kuriose Ursache

Rastplatz wieder frei

Ein Lkw-Fahrer auf der A1 bemerkte am Mittwochmorgen Rauch an seinem Fahrzeug, als er auf der A1 Richtung Bremen unterwegs war. Doch die Ursache war kein Brand, sondern stellte sich als kurios heraus.

Werne

, 06.12.2017, 11:05 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zunächst wurde auslaufender Diesel mit sogenannten Spillbags aufgefangen, bevor die Feuerwehr die Leitung provisorisch abdichtete.

Zunächst wurde auslaufender Diesel mit sogenannten Spillbags aufgefangen, bevor die Feuerwehr die Leitung provisorisch abdichtete.

Der Sattelzug war gegen 6.30 Uhr am Mittwoch, 6. Dezember, 2017 über ein Ersatzrad gefahren, das ein vorausfahrender Lkw verloren hatte. Das Rad beschädigte den Unterboden des Sattelzuges und insbesondere eine Leitung an einem seiner Dieseltanks.

Fahrer reagiert genau richtig

Der Fahrer, der zunächst aufgrund der starken Rauchentwicklung durch das mitgeschleifte Rad vermutete, dass sein Fahrzeug brennen würde, reagierte besonnen, teilt die Feuerwehr Werne mit. Er bog aus dem fließenden Berufsverkehr auf den Rastplatz Im Mersch ab.

Die Werner Feuerwehr rückte um 6.37 zur Einsatzstelle auf den A1-Rastplatz im Mersch, Fahrtrichtung Bremen, aus.

Die Werner Feuerwehr rückte um 6.37 zur Einsatzstelle auf den A1-Rastplatz im Mersch, Fahrtrichtung Bremen, aus. © Freiwillige Feuerwehr Werne

Trotzdem liefen rund 350 bis 500 Liter Diesel auf die Fahrbahn und in die Kanalisation des Rastplatzes, bevor die eintreffenden Wehleute den Dieselfluss stoppen konnten. Während die Polizei den Rastplatz vollständig für den Verkehr sperrte, wurde zunächst der auslaufende Betriebsstoff mit einer sogenannten Spillbag aufgefangen, bis die Leitung provisorisch abgedichtet werden konnte.

Kanalisation abgedichtet

Gleichzeitig wurden die Kanalisation mit pneumatischen Dichtkissen abgedichtet und großflächig Bindemittel aufgetragen, um eine Kontaminationsverschleppung zu verhindern. Nach Übergabe der Einsatzstelle an die Untere Wasserbehörde konnte der Einsatz gegen 8:50 Uhr beendet werden und die 12 Einsatzkräfte mit vier Fahrzeugen wieder einrücken.

Die Feuerwehr musste verhinder, dass Diesel in die Kanalisation läuft.

Die Feuerwehr musste verhinder, dass Diesel in die Kanalisation läuft. © Freiwillige Feuerwehr Werne

Der Rastplatz war bis mittags gesperrt. Bis dahin musste die Autobahnmeisterei Münster rund 100 Meter Kanalrohr und 1000 Quadratmeter Asphaltfläche reinigen.

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