Braucht die Stadt Werne eine Mängel-Melder-App?

Vorschlag der FDP

Kaputte Straßen, illegal entsorgter Abfall, umgestürzte Bäume: In Wernes Stadtbild gibt es eine Menge Dinge, die behoben werden müssten. Damit das schneller und einfacher geht, stellt die FDP eine Mängel-Melder-App zur Diskussion. Eine gute Idee? Stimmen Sie ab.

Werne

, 04.02.2018, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Müll an der Lippe: Künftig sollen Bürger solche Sauereien per App direkt ans Ordnungsamt melden können.

Müll an der Lippe: Künftig sollen Bürger solche Sauereien per App direkt ans Ordnungsamt melden können. © Jungk (Archiv)

Für die nächste Sitzung des Sozialausschusses am Mittwoch, 14. Februar, um 17.30 Uhr im Stadthaus, Konrad-Adenauer-Platz 1, stellen die Liberalen eine sogenannte Mängelmelder-App zur Diskussion. Mit diesem „niederschwelligen Angebot“ soll Werne „noch bürgernäher, sicherer und schöner“ gestaltet werden können, wie Fraktionsvorsitzende Claudia Lange in ihrem Antrag schreibt.

Fotos und GPS-Daten

Die Idee hat sich die FDP bei anderen Städten abgeguckt, die eine solche App bereits eingeführt haben. Die Programme sind sowohl für Apple- als auch für Android-Smartphones erhältlich. Wer sich die App herunterlädt und seine Daten registriert, kann sie zur Meldung von Mängeln oder Störungen nutzen.

Das Programm bietet die Möglichkeit, Fotos sowie die entsprechenden GPS-Daten direkt an die jeweilige Stadtverwaltung zu übermitteln – und zwar direkt an den zuständigen Fachbereich, der vorher durch die Auswahl einer passenden Kategorie gewählt werden kann. „Die Mängelmelder-App kann unter anderem dem Quartiersmanager Wolfgang Bille die Arbeit erleichtern“, ist Claudia Lange überzeugt.

Kritik und Anregung

Ein weiterer Bereich, in dem Bürger häufig Mängel feststellen und melden, ist die Abteilung Straßen und Verkehr im Kommunalbetrieb Werne. „Im Durchschnitt gibt es ein- bis zweimal pro Woche einen solchen Anruf“, schätzt Tiefbauamtsleiter Gisbert Bensch. Natürlich melden sich die Leute auch per E-Mail. „Dabei geht es nicht nur um Mängel, sondern auch um Anregungen, wie zum Beispiel zusätzliche Schilder“, ist Bensch für manche Hinweise durchaus dankbar.

Ob eine Mängelmelder-App die Situation verändern würde, ist für ihn fraglich: „Wir hatten das vor vielen Jahren schon mal mit der ,Gelben Karte‘, die Bürger bei uns abgeben konnten.“ Diese Art der Mängelmeldung sei kurz nach der Einführung wieder eingeschlafen. „Ich denke, die Leute werden auch weiterhin eher hier anrufen“, so Bensch. Dabei sei die Einführung der „Gelben Karte“ durchaus mit einigem Aufwand verbunden gewesen.

Zwischen 1000 und 1500 Euro

Aufwand wird es auch bei der App geben, die die FDP nun ins Spiel bringt. Claudia Lange kann den auch finanziell beziffern: zwischen 1000 und 1500 Euro würde die Einrichtung der App einmalig kosten. „Allerdings wird durch die Erweiterung des digitalen Angebots auch Geld eingespart, der Bauhof hat an vielen Stellen weniger Kontrollarbeit.“

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