Bürgermeister-Grußwort: Umgestaltung der Münsterstraße in Werne geht weiter

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Bürgermeister Lothar Christ, hier bei der Einrichtung des Schnelltestzentrums auf dem Hagen, sagt: „Die Pandemie hat uns viel abverlangt.“
Bürgermeister Lothar Christ, hier auf einem Archivfoto bei der Einrichtung des Schnelltestzentrums auf dem Hagen, sagt: „Die Pandemie hat uns viel abverlangt.“ © Jörg Heckenkamp
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Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

auch das Jahr 2021 war gekennzeichnet durch Ereignisse, die uns alle tief bewegt und zum Teil auch direkt vor Ort betroffen haben: die Verhaftungen der für ihre Freiheitsrechte kämpfenden Menschen in Belarus, das unrühmliche Ende der NATO-Einsätze in Afghanistan oder auch die Bilder von den Hochwasserkatastrophen im Juli, die vor allem die Gebiete an der Ahr und der Erft betrafen, aber auch bei uns in der Region zu erheblichen Schäden führten.

Im September wählten die Deutschen dann einen neuen Bundestag. Und bald darauf endete mit einem Regierungswechsel die 16-jährige Amtszeit von Angela Merkel.

Zwei Themen beherrschten während des gesamten Jahres die Schlagzeilen: der Klimawandel und die Corona-Pandemie. Beide Komplexe beschäftigten uns auch vor Ort.

So beschloss der Stadtrat einstimmig ein umfassendes Klimaschutzkonzept mit 53 Maßnahmen. Was das Corona-Virus betrifft, so waren wir wie andere Gemeinden mit der Errichtung von Impf- und Testzentren befasst, aber auch mit der Aufklärung und der Kontrolle jener Vorschriften, die fortlaufend erlassen wurden. Insgesamt hat uns allen die Pandemie viel abverlangt. Es gab jedoch Menschen, die in ganz besonderer Weise zu leiden hatten: die Älteren und die Vorerkrankten, aber auch die Schülerinnen und Schüler, denen – vor allem bei schwierigen häuslichen Verhältnissen – die Situation sehr zugesetzt hat.

Trotz aller Erschwernisse ließen sich einige traditionelle Veranstaltungen in Werne durchführen. Auch wenn der Weihnachtsmarkt abgesagt werden musste, so konnten doch Sim-Jü, die „Straßenkunst“ in der Freilichtbühne und zum zweiten Mal „Werne leuchtet“ stattfinden. Die Bürgerinnen und Bürger hatten, so zeigte sich, angesichts vieler Pandemie-Einschränkungen ein großes Bedürfnis, zusammenzukommen und miteinander zu kommunizieren.

Bedeutsam war sicherlich der Ratsbeschluss, ein ganzheitliches Mobilitätskonzept aufzustellen. Nicht durchgesetzt haben sich die städtischen Planungen für einen Gewerbe- und Industriepark, da sich bei einem Bürgerentscheid eine Mehrheit anders entschied. Große Beachtung fand die Gestaltung der Kreisverkehrsinsel an der Münsterstraße/Becklohhof mit einer Skulptur des bekannten Künstlers Alfred Gockel.

Das kommende Jahr wird geprägt sein von wichtigen Planungen: für ein neues Feuerwehrgerätehaus in Stockum incl. möglichem Baubeginn, für einen Erweiterungsbau an der Wiehagenschule, für die Straßen Ovelgönne/Penningrode und für die weitere Umgestaltung der Münsterstraße. Und nicht zuletzt von den Modernisierungsarbeiten für das Sportzentrum am Dahl. Hoffen wir gemeinsam, dass wir die Pandemie überwinden und die Entwicklung unserer Stadt tatkräftig weiterführen können.

Mein Dank gilt abschließend allen, die sich in so vorbildlicher Weise für unser Gemeinwohl eingesetzt haben: etwa den Wahlhelfern beim reibungslosen Ablauf der Bundestagswahl und des Bürgerentscheids oder auch den Mitgliedern unserer Freiwilligen Feuerwehr bei ihren durch die Sommerflut mehr als üblichen Einsätzen.

Vor allem aber all denjenigen, die sich angesichts der Pandemie oft bis an die Grenzen der Belastbarkeit engagiert haben: den Beschäftigten im Gesundheitswesen, in Pflegeeinrichtungen, in Impf- und Testzentren. Und schließlich dem Lehr- und Erziehungspersonal in Schulen und Kindertagesstätten. Nicht zu vergessen, jene Menschen, die sich wie selbstverständlich um Verwandte, Nachbarn und Freunde gekümmert haben. Soviel Solidarität macht Mut und lässt uns zuversichtlich in die Zukunft schauen.