Ab sofort dürfen Nonfood-Händler wie etwa Textilanbieter ihre Stände nicht mehr auf dem Wochenmarkt in Werne aufbauen. Erneut gibt es hier eine Neuregelung der Coronaschutzverordnung. © Jörg Heckenkamp (A)
Wochenmarkt in Werne

Chaos der Corona-Regeln: Nonfood-Händler wieder verboten auf Markt in Werne

Erst war es verboten, dann doch erlaubt und seit Dienstag wieder verboten: Nonfood-Händler dürfen ihre Stände nicht auf dem Wochenmarkt aufbauen. Das sorgt nicht nur bei Händlern in Werne für Ärger.

Ein ständiges Hin und Her erleben derzeit einige Markthändler in NRW. Lebensmittel dürfen verkauft werden, aber für die sogenannten Nonfood-Händler – etwa Textilhändler – gelten ständig neue Regeln in der Coronaschutzverordnung. Seit Dienstag (26. Januar) sind diese Händler wieder auf dem Wochenmarkt in Werne verboten. Das sorgt nicht nur bei den betroffenen Selbstständigen für Ärger.

„Für die Händler ist das natürlich nicht schön. Aber auch wir hatten viele Fragezeichen. Aus unerklärlichen Gründen wird die Regelung wieder anders ausgelegt“, erklärt David Ruschenbaum von Werne Marketing. Am Montag haben er und die Verantwortlichen aus dem Werner Ordnungsamt die entsprechende Neuregelung vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW erhalten.

„Hin und Her ist für Händler sehr belastend“

Kurzfristig habe man dann die betroffenen Händler über die abermals neue Veränderung informiert. „Das kam sehr kurzfristig. Und in dieser sowieso schon schwierigen Zeit ist dieses Hin und Her für die Händler sehr belastend“, so Ruschenbaum weiter. Nachvollziehen kann er die erneute Neuauslegung der seit Montag (25. Januar) geltenden Coronaschutzverordnung für Wochenmärkte selbst nicht.

„Mit reiner Logik um den Ablauf hat das nichts zu tun“, sagt der Marktmeister. Zumal es keine Erklärung vom zuständigen Ministerium gab, warum man nun wieder zur ursprünglichen Regelung zu Beginn des Lockdowns zurückkehrt. „Jetzt wird die Regel wohl wieder anders ausgelegt“, vermutet Ruschenbaum.

Erneute Neuregelung zum Wochenmarkt in Werne

Mit Beginn des Lockdowns Mitte Dezember 2020 war es Nonfood-Händlern untersagt, ihre Ware auf dem Wochenmarkt anzubieten. Ab dem 8. Januar 2021 wurde diese Regelung aufgehoben. So kehrten Selbstständige wie etwa Textilhändler Galinski auf den Werner Wochenmarkt zurück. Bis jetzt. Seit Dienstag (26. Januar) ist der Verkauf – abgesehen von Lebensmitteln und Waren des alltäglichen Bedarfs – wieder verboten.

In Werne nimmt man die Regelung, die als Erlass der Landesregierung umgesetzt werden muss, zähneknirschend hin. Sie soll wie auch die gesamte Coronaschutzverordnung voraussichtlich bis zum 14. Februar gelten. „Sie ist gültig bis auf Widerruf“, sagt Ruschenbaum. Dass sich das schnell wieder ändern kann, bekamen die Verantwortlichen aus Werne und die Markthändler nun in kurzer Zeit zu spüren.

Während es immer wieder Diskussionen und Irritationen um die Regeln auf den Wochenmärkten in NRW gibt, bleibt der Einzelhandel hingegen seit Beginn des Lockdowns geschlossen.

Über die Autorin
Redaktion Werne
Studium der Sportwissenschaft. Nach dem Volontariat bei Lensing Media zunächst verantwortlich für die digitale Sonntagszeitung, nun in der Lokalredaktion Werne der Ruhr Nachrichten.
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Andrea Wellerdiek

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