Wie haben sich die Werner kurz nach dem 2. Weltkrieg fortbewegt?

mlzKunst-Ausstellung

Die Kunstkurse der zehnten Klassen am Gymnasium St. Christophorus setzen sich in der Ausstellung „Mobil.45“ mit der Mobilitätsfrage der Nachkriegszeit in Deutschland auseinander.

Werne

, 14.03.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mehrere Autos pro Familie und günstige Flüge ans andere Ende der Welt? Vor 70 Jahren in Deutschland undenkbar. Nach Kriegsende 1945 lagen weite Teile des Landes in Trümmern, über Fortbewegungsmittel machten sich da nur die Wenigsten ernsthafte Gedanken. Trotzdem mussten die Leute nicht ausschließlich zu Fuß gehen.

Die Schüler aus den Kunstkursen der zehnten Klassen am Gymnasium St. Christophorus haben sich die Frage gestellt, mit welchen Verkehrsmitteln die Menschen in der Nachkriegszeit unterwegs waren. Dazu haben sie sich in einem vierwöchigen Projekt alter Bilder aus Werne angeschaut.

Wie haben sich die Werner kurz nach dem 2. Weltkrieg fortbewegt?

Das historische Foto zeigt den Marktplatz Werne etwa im Jahre 1950. Die Umstellung von Straßenbahn auf Bus war das bereits einige Jahre vollzogen. © Förderverein Stadtmuseum

Die Fotografien für das Kunstprojekt hat der Heimatverein Werne gesammelt und zusammengestellt. Sie zeigen verschiedene Teile der Stadt und natürlich die damals üblichen Fortbewegungsmittel. Das konnten Fahrräder, alte Autos und Motorräder oder sogar Segelflugzeuge sein.

Künstlerische Darstellung des Vergleichs damals - heute

Im Kunstunterricht sind die Schüler dann zweischrittig an die Thematik herangegangen. Im ersten Schritt setzten sich die Schüler mit den Bildern auseinander und beschäftigten sich mit Fragen der Mobilität nach 1945. Anschließend galt es, die Fotos künstlerisch umzugestalten und einen Vergleich von damals zu heute herzustellen.

„Die künstlerische Gestaltung der einzelnen Bilder haben wir den Schülern freigestellt“, erklärt Manuel von Harenne, Kunstlehrer am Christophorus Gymnasium, der das Projekt zusammen mit seiner Kollegin Nicole Sommer betreute. „Die Schüler konnten die Fotos in Form von Gemälden darstellen, als Collagen gestalten oder komplett neu inszenieren und selbst fotografieren.“

Wie haben sich die Werner kurz nach dem 2. Weltkrieg fortbewegt?

Die Ausstellung zeigt den Unterschied der Mobilität zwischen der Nachkriegszeit und Heute. © Julian Reimann

Die Ergebnisse kann man nun in der Wanderausstellung „Mobil.45“ an verschiedenen Orten in Werne betrachten. Den Anfang macht hierbei die Wohn- und Pflegegemeinschaft St. Katharina, Becklohhof 47. Dort gab es am Mittwoch, 13. März 2019, die offizielle Ausstellungseröffnung durch Dr. Constanze Döhrer und Dr. Katharina Hülscher vom Stadtmuseum.

Wanderausstellung bis zu den Sommerferien an fünf Stationen

„Wir freuen uns, die knapp 60 Exponate nun an verschiedenen Stellen bis zum Sommer vorstellen zu können“, so Hülscher, die das Projekt von Beginn an begleitet hat. Nach dem Altenheim folgen die Volksbank, das Capitol-Cinema-Center, das Stadtmuseum sowie die Wiehagenschule als Ausstellungsort. An jeder Station können Interessierte einen Monat lang die Ergebnisse des Kunstprojektes in Augenschein nehmen.

Damit die Wanderausstellung auch ihren Ort wechseln kann, stellt das Stadtmuseum drei Fahrradanhänger zur Verfügung. „Bevor die Schüler mit dem Projekt begonnen haben, war unsere einzige Vorgabe, dass die Ausstellungsstücke in die Anhänger passen müssen“, erklärt Hülscher weiter.

Mobilitäts-Ausstellung ist im Altenheim St. Katharina zu sehen

Im Altenpflegeheim St. Katharina ist die Ausstellung (bis Mitte April) für Interessierte täglich frei zugänglich. Die Pforte ist für Besucher von montags bis freitags jeweils von 9 bis 18.30 Uhr geöffnet. Auch am Wochenende steht es für Besucher offen. Das Heim weist jedoch darauf hin, dass die Pforte in der Mittagspause zwischen 13 und 14.30 Uhr nicht besetzt ist.

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