Elf Corona-Patienten im Isolierbereich des Werner Krankenhauses

mlzCorona in Werne

Die sprunghaft steigende Zahl von Corona-Infizierten führt zwangsläufig auch zu mehr stationären Aufnahmen von Covid-Patienten. Noch ist im St.-Christophorus-Krankenhaus alles im grünen Bereich.

Werne

, 04.11.2020, 16:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Auch das Krankenhaus in Werne merkt die steigende Zahl von mit Covid-19-infizierten Patienten. „Wir haben auf unserer Isolierstation momentan elf bestätigte Fälle sowie einen Verdachtsfall“, sagt der Ärztliche Direktor des Christophorus-Krankenhauses, Dr. Franz-Josef Hegge, am Dienstagnachmittag auf Anfrage der Redaktion.

Auf dieser Isolier-Abteilung liegen aber keine schweren Fälle. Die würden auf die Intensivstation verlegt. „Dort haben wir derzeit einen Covid-19-Patienten“, sagt Hegge, „der aber momentan nicht maschinell beatmet werden muss“. Apropos Beatmungsgeräte: Da sei das Werner Haus aktuell gut aufgestellt. Man habe erst jüngst neue Geräte bekommen, „in die die Mitarbeiter gerade eingewiesen worden sind“, sagt der Ärztliche Direktor.

Derzeit neun Beatmungsbetten in Werne

Derzeit könnte das Werner Krankenhaus neun Patienten parallel künstlich beamten. „Im Katastrophenfall könnten wir die Kapazitäten noch ausweiten“, so der Mediziner. Das würde aber zulasten der üblichen medizinischen Versorgung gehen.

Hegge gibt ein Beispiel: Das Ärzteteam rechne immer damit, dass ein Teil von operierten Patienten, etwa bei Hüftgelenks-OP, anschließend auf die Intensivstation müssen. Wenn diese Betten aber durch Corona-Patienten belegt wären, könne man solche geplanten OP nicht mehr durchführen. „Wir machen quasi täglich einen Plan, wie wir mit geplanten Operationen umgehen“, sagt Hegge.

Der Ärztliche Direktor des Christophorus-Krankenhauses, Franz Josef Hegge, sieht aktuelle keine Engpässe.

Der Ärztliche Direktor des Christophorus-Krankenhauses, Franz Josef Hegge, sieht aktuelle keine Engpässe. © Jan Hüttemann (A)

Sollte die Zahl der eingelieferten Corona-Patienten drastisch steigen, „können wir die Isolierstation quasi ziehharmonikamäßig ausweiten“. Das ging dann freilich wieder zulasten der anderen medizinischen Bereiche. Und zulasten der Erlöse des Krankenhaus. Hegge fordert daher, wie schon beim ersten Lockdown, Ausgleichszahlungen für die Krankenhäuser.

Personell sei das Christophorus-Krankenhaus in der Intensiv-Pflege derzeit gut aufgestellt. Es gebe eine ausreichende Zahl „sehr gut geschulter Kräfte“ sowie Mitarbeiter, die im Laufe der vergangenen Monate so geschult worden seien, dass sie dem Intensiv-Bereich zuarbeiten könnten.

Außerdem gebe es den ein oder anderen Mitarbeiter des Hauses, der früher auf der Intensivstation gearbeitet und sich dann im Hause umorientiert habe. „Solche Mitarbeiter könnten wir natürlich schnell im Falle des Falles wieder auf der Intensivstation einsetzen.“

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