Corona-Fall bei Thermo-Sensor Werne: Sicherheits-Paket hat funktioniert

mlzCorona und Wirtschaft

Gut 50 Fälle von Corona-Infizierten sind in Werne bekannt. Ein Fall davon betrifft eine Mitarbeiterin der Firma Thermo-Sensor. Zum Glück haben die Vorsichtsmaßnahmen der Firma gegriffen.

Werne

, 28.04.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist die Horror-Vorstellung jedes Betriebes mit vielen Mitarbeitern: Ein Beschäftigter infiziert sich durch das Coronavirus und die gesamte Belegschaft muss in Quarantäne. Deshalb haben die meisten Firmen in Werne vorgesorgt. Wie wichtig das ist, erfuhr nun die Firma Thermo-Sensor aus dem Gewerbegebiet Wahrbrink am eigenen Leib.

„Ja, bei uns gibt es eine Mitarbeiterin, die sich infiziert hat“, bestätigt Prokuristin Birthe Dobslaff aus der Geschäftsführung des Unternehmens. Der Mitarbeiterin gehe es ihres Wissens nach gut. In Quarantäne seinen lediglich zwei andere Mitarbeiterinnen, mit denen sie eine Fahrgemeinschaft gebildet hatte. „Ansonsten konnten alle weiter arbeiten. Unsere Schutzmaßnahmen haben gegriffen“, sagt Dobslaff.

Blick in die Produktionshalle. Seit Beginn der Corona-Krise arbeitet Thermo-Sensor im Zwei-Schicht-Betrieb.

Blick in die Produktionshalle. Seit Beginn der Corona-Krise arbeitet Thermo-Sensor im Zwei-Schicht-Betrieb. © Jörg Heckenkamp (A)

Schon zu Beginn der Krise hat die Firma, die verschiedenste Sensoren für die Temperaturmesstechnik entwickelt und baut, auf einen Zwei-Schicht-Betrieb umgestellt. Jeweils 40 bis 45 pro Schicht. „Die Mitarbeiter der einen Schicht durften keinen Kontakt zu denen der anderen Schicht haben“, erklärt die Prokuristin. Den Büro-Beschäftigten sei es zudem untersagt, den Produktionsbereich zu betreten.

Hinzu kämen weitere Regelungen, was Hygiene, Abstände und Kontakte angeht, erklärt Birthe Dobslaff auf Anfrage der Redaktion. „Unsere Mitarbeiter haben dabei hervorragend mitgezogen“, sagt sie. Das habe dann seine Früchte bei Bekanntwerden der Infektion einer Mitarbeiterin getragen.

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Die mit Corona infizierte Person habe in einer Gruppe von 10 bis 15 Beschäftigten gearbeitet. Das Gesundheitsamt habe alle Personen kontaktiert und befragt. Niemand habe Symptome gezeigt. „Auch die beiden aus der Fahrgemeinschaft waren symptomfrei“, sagt Dobslaff. Sie hätten aber in die 14-tägige Quarantäne gemusst. Die anderen Beschäftigten hätte das Gesundheitsamt an ihren Arbeitsplätzen gelassen, sodass Thermo-Sensor weiter uneingeschränkt produzieren kann.

„Da so eine Erkrankung einer Kollegin Ängste auslösen kann, haben wir mit allen Mitarbeitern in kleinen Gruppen gesprochen, um Furcht zu nehmen und zu beruhigen“, sagt Birthe Dobslaff. Sie sei froh und glücklich, dass alle in der Firma besonnen reagiert und die Nachricht gut aufgenommen hätten.

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Der in Werne wohnende Waldemar Dobslaff, Vater von Birthe Dobslaff, hat das Unternehmen gegründet. Anfang des Jahres 2018 zog die Firma von Bönen schrittweise in einen lichten Neubau im Gewerbegebiet Wahrbrink-West (neben Amazon) um.

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