Darum kam das Reh nicht mehr ans Kanalufer

Retttungsaktion in Werne

Dass Angler mal ein Reh aus dem Wasser fischen, kommt eher selten vor. Genau das ist jedoch drei Anglern Samstagnacht passiert. Mit vereinten Kräften haben sie ein Reh aus dem Datteln-Hamm-Kanal in Werne gezogen. Alleine hätte es das Tier nicht geschafft, obwohl Rehe eigentlich gute Schwimmer sind.

WERNE

von Anna Leonie Kaiser

, 25.04.2016, 15:33 Uhr / Lesedauer: 1 min
Vincent Kirchhoff (l.) und Thorsten Birke kümmerten sich um das Reh, nachdem sie es in Werne-Stockum aus dem Kanal gezogen hatten.

Vincent Kirchhoff (l.) und Thorsten Birke kümmerten sich um das Reh, nachdem sie es in Werne-Stockum aus dem Kanal gezogen hatten.

Dass schon mal etwas kuriose Gegenstände beim Angeln aus dem Wasser gefischt werden, ist keine Seltenheit. Aber wer kann schon von sich behaupten ein Reh geangelt zu haben?

In der Nacht von Samstag auf Sonntag beteiligten sich drei Angler an einer etwas anderen Rettungsaktion und zogen ein erschöpftes Reh aus dem Datteln-Hamm-Kanal.

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Rehe schwimmen gerne

Wegen der hohen Spundwände nahe der Tibaum-Brücke, kam das Tier nicht mehr aus dem Wasser. Beim Versuch es heraus zu ziehen, fiel Angler Vincent Kirchhoff gleich mit hinein, bevor er und seine Kollegen es dann ans sichere Ufer bringen konnten.

„Eigentlich sind Rehe gute Schwimmer“, sagt Martin Schulze Twenhöven, Hegeringsleiter in Werne. „Sie schwimmen auch schon mal eigenständig durch die Lippe, nur haben sie dort eben flache Ufer, an denen sie den Fluss einfach verlassen können.“ Der Großteil des Datteln-Hamm-Kanals ist durch hohe Spundwände befestigt.

Man sollte nicht ins Wasser springen

Fälle wie diese kämen immer mal wieder vor, sagt der Förster, Marco Adamek: „Wild schwimmt generell sehr gerne“. Doch gerade bei diesen Temperaturen sollte man dem Reh oder auch dem eigenen Hund nicht hinterher springen.

Ein Reh gerate bei der Rettung in Panik, weshalb es auch den Retter in Gefahr bringen kann. Wehrt sich das Reh nicht mehr, sei es schon sehr unterkühlt.

In jedem Fall sollte lieber die Feuerwehr gerufen werden. 

 

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