„Zu unseriös“: Deshalb lehnt Erfinder Auftritt bei ProSieben-Sendung Das Ding des Jahres ab

mlzErfindung aus Werne

Die ProSieben-Sendung „Das Ding des Jahres“ mit Joko Winterscheidt wollte den Werner Erfinder Klaus Reckers für sich gewinnen. Doch aus gleich mehreren Gründen traute er dem Angebot nicht.

Werne

, 01.09.2019, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es wäre wohl die große Chance gewesen, mit seiner Erfindung richtig durchzustarten. Gleich zwei große Erfinder-Sendungen hatten Interesse an Klaus Reckers (66) aus Werne. Doch der Werner gab ihnen eine Abfuhr und verzichtete auf einen Auftritt vor einem Millionenpublikum - und hat gute Gründe parat.

„Irgendwie war es mir zu unseriös. Ich hatte kein gutes Bauchgefühl bei den Anfragen“, sagt Reckers, der eine Tritthilfe für Leitern entwickelt hat. Reiner Schwerdtfeger, der für Fernsehproduktionen auf die Suche nach passenden Kandidaten geht, hatte Reckers im Juli kontaktiert.

Auftritt bei Joko Winterscheidt und Lena Gercke hatte einen Haken

Schwerdtfeger hatte Angebote für die ProSieben-Sendung das „Das Ding des Jahres“ mit Joko Winterscheidt und Lena Gercke - mit mehr als einer Millionen Zuschauern pro Sendung - und „Einfach genial“ vom Öffentlichen Rundfunk-Sender MDR im Gepäck. Doch es gab einen Haken.

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„Ich hatte das Gefühl, dass mir die Sache nicht sauber genug ist“, so Reckers. Vor einer Teilnahme hätte er zunächst noch Geld bezahlen sollen. Da begann bei Reckers das Gefühl, dass es nicht so abläuft, wie er es sich wünschen würde.

Auch generell seien die Gespräche mit dem Kandidaten-Jäger nicht gut verlaufen. „Wir kamen einfach nicht auf einen Nenner.“ Trotz mehrfachem Austausch brach Reckers letztlich den Kontakt ab: „Es gibt auch andere Wege, um erfolgreich zu werden.“

Erfinder Reckers: „Was ich da mache, ist kein Murks“

„Was ich da mache, ist kein Murks. Deswegen bin ich mir sicher, dass ich einen guten Partner finden werde“, sagt Reckers. Aus Aluminium hat Reckers eine Tritthilfe für Leitern entwickelt. Obendrauf vergrößert eine zwei Millimeter dicke Platte die Auflagefläche, unten drunter fixiert eine Art von Klotz das Gerät mit der Sprosse der Leiter.

Der Clou: Seine Erfindung soll für alle Leitern nutzbar sein - egal, wie groß oder breit die Sprosse ist. Schon mehrfach sei Reckers angesprochen worden: von Verwandten, Freunden, aber auch Unbekannten, die ihn aus unserer Berichterstattung kennen.

Große Resonanz auf Leiter-Erfindung aus Werne

„Die Leute sagen, sie würden mir das Teil sofort abkaufen“, sagt Reckers. Doch bis es soweit ist, müssen sich Interessierte noch gedulden - denn Reckers ist noch immer auf der Suche nach einem Partner für Vermarktung und Produktion.

„Ich würde sehr gerne mit einem seriösen Unternehmen zusammenarbeiten und meinen Traum verwirklichen“, sagt Reckers. Eines Tages soll sein Leiter-Helfer in den Regalen der Baumärkte liegen - auch ohne einen Auftritt vor einem riesigen Fernsehpublikum.

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So funktioniert der Leiter-Helfer von Klaus Reckers

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