Die Blumen in der Werner Innenstadt werden von einer niederländischen Firma gepflegt. © Carina Strauss
Innenstadt Werne

„Das ist ein Rundumservice” – Niederländische Firma gießt Blumen in Werne

Die Blumenampeln in der Werner Innenstadt tun auf jeden Fall etwas für das Auge - aber auch für die Umwelt? Zum Gießen jedenfalls kommt eine Fachfirma aus den Niederlanden angefahren.

Die Blumenampeln in Werne machen die Innenstadt ein Stück weit bunter. Laut Angaben des Werner Stadtmarketings hat eine Fachfirma im Rahmen der Aktion „Werne blüht auf” in diesem Jahr im Herzen von Werne exakt 88 Blumenampeln und 12 Blumensäulen installiert. Doch diese müssen auch gepflegt werden. Das wird offenbar auch durch die Fachfirma übernommen. Und die kommt mit Fahrzeugen mit niederländischen Kennzeichen vorgefahren.

„Das ist eine niederländische Fachfirma, die sich auf Laternenpflanzungen spezialisiert hat”, erklärt David Ruschenbaum vom Werne Marketing auf Anfrage. Der Firmensitz befinde sich an der niederländischen Grenze, der Anfahrtsweg nach Werne betrage um die 100 Kilometer, so Ruschenbaum.

Fachfirma aus den Niederlanden gießt die Blumenampeln in Werne

Aber ist das nicht umwelttechnischer Unsinn, wenn extra für das Gießen von Blumen jedes Mal eine Firma aus den Niederlanden anrückt? „Die kommen nicht nur für Werne, sondern wickeln auch viele andere Städte mit ab.” Ruschenbaum spricht von tausenden Blumenkübeln. So würden entsprechende Touren geplant, bei denen die Pflanzen in den jeweiligen Städten gepflegt werden und – falls Blumen vorzeitig verwelkt sind- ausgetauscht werden. „Das ist ein Rundumservice”, so Ruschenbaum.

Je nach Witterung unterscheiden sich die Intervalle, in denen gegossen wird. Sind die Temperaturen normal, rücke die Firma etwa alle zwei Wochen zum Gießen an. Ist es heiß, kommen sie jede Woche.

Rundumservice für die Blumenampeln in Werne

Doch warum muss es unbedingt eine Fachfirma sein, noch dazu aus dem – wenn auch nahen – Ausland? „Bei der Aktion ‚Werne blüht auf’ kann jeder für 195 Euro eine Blumenpatenschaft übernehmen”, erklärt Ruschenbaum. „Da ist der Rundumservice inbegriffen.” Wenn man die Aufträge alle einzeln vergebe, müsse man viel mehr Kosten einplanen. „Wir haben das geprüft. Die Kübel müssten angeschafft und bepflanzt werden, wir brauchen Man-Power, um sie aufzuhängen, wir brauchen Man-Power zum Gießen. Was ist, wenn die Blumenampeln beschädigt werden? Das wären insgesamt viel höhere Kosten.” Bei der Fachfirma sehe das anders aus. „Die können das durch die Massen an Blumen viel besser abbilden”, so Ruschenbaum.

Das Wasser muss die Fachfirma übrigens nicht extra aus Holland anfahren. Das bekomme sie aus dem örtlichen Wassernetz von Werne. Die Firma prüfe derzeit, ob sie etwa ein Elektroauto einsetzen könnte.

Die Blumen sind eine Mischung aus Geranien, Petunien und insektenfreundlichen Bidens. Bis Oktober ist die Blütenpracht im gesamten historischen Stadtkern zu erleben.

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