Rolf Stromenger, Wili Lülf. Gregor Götz (SSV Vorsitzender), Erzbischof Raphael Cheenath in Indien waren Teil einer großen Einweihung. © privat
Basketball

Das zweite Zuhause der Werner Basketballer feiert Jubiläum: Eine besondere Erinnerung

30 Jahre ist die Eröffnung der Ballspielhalle in Werne bereits her. Seitdem ist viel passiert im Werner Basketball - darunter auch ein ganz besonderes Highlight.

Die Ballspielhalle Werne ist für viele Basketballer zu einer Art zweitem Wohnzimmer geworden – nun feiert sie ihr 30-jähriges Jubiläum. Am 6. Mai 1991 eröffnete die Sportstätte offiziell ihre Pforten: Ein Grundstein für die Entwicklung des Werner Basketballs. „Die Ballspielhalle ist die modernste Basketball-Arena im Kreis Unna, auch heute noch“, schwärmt Jens König, der Sportliche Leiter der LippeBaskets.

Für rund 3,3 Millionen DM errichtete die Stadt Werne damals die neue Halle. Eine Punktlandung für die lokalen Basketballer, denn diese hatten gerade ihren erstmaligen Aufstieg in die zweite Regionalliga gefeiert. Als damals höchstspielende Mannschaft im Hallensport erhielten die TVW-Basketballer Mitspracherecht bei Einrichtung.

Die Basketballer hatten Mitspracherecht bei der Einrichtung der Ballspielhalle

Die Färbung des Bodens wurde ihrem Lieblingssport angepasst, die wichtigsten Linien und die Zonen farblich abgesetzt. Auch die Körbe wurden für Dunkings stabilisiert, die damals hochmoderne Anzeigetafel mit Foulanzeige auf den Ballsport abgestimmt.

Die damalige Mannschaft der TVW-Basketballer: Rainer Meinke, Julius Rath, Toni Bewanda (Gast), Peter Beutelmann, Uli Paschedag, Markus Schwennecker, Udo Mersch, Bernd Kemmler, Markus Lülf, Martin Geißler, Michael Bultink, Jens König © privat © privat

Eine Besonderheit ist auch heute noch die große Tribüne, auf der bis zu 300 Menschen einen Sitzplatz finden. Dadurch ist der Ort gleich öfter zur „Ballspielhölle“ geworden, in der hunderte Zuschauer über Jahrzehnte ihre Lokalbasketballer unterstützten. Unvergessen bleibt das Aufstiegsspiel 2016 gegen den TVE Barop, in der 600 Menschen mit dem Team den Wiederaufstieg in die zweite Regionalliga feierten.

Die Eröffnung der Halle fand im großen Kreis statt: Gleich mehrere Sportarten präsentierten ihr Können, das Highlight sollte aber das Spiel der ersten Herren sein, die gegen den damaligen Zweitligisten SVD Dortmund antraten. Zwar mussten sich die Gastgeber gegen die überlegenen Bundesligisten mit 71:95 geschlagen geben, das Publikum freute sich aber dennoch über hochklassigen Sport.

Die Werner Basketballer bekamen einen Schub

Das Werner Team erhielt damals Unterstützung vom Profi-Basketballer Toni Bewanda, der auch heute noch im engen Kontakt mit König steht. Der Sportliche Leiter kann sich noch gut an den Tag der Eröffnung erinnern: „Ich hatte damals die Hoffnung, dass der Werner Basketball genau den Schub bekommen könnte, den er dann auch bekommen hat.“

Für König stellt die Ballspielhalle ein wichtiges Puzzlestück in der Historie des Werner Basketballs dar. „Die Ballspielhalle ist das Wohnzimmer für ganz, ganz viele Basketballer in Werne geworden. Ohne sie wäre die Entwicklung des Basketballs in Werne so nicht möglich gewesen“, zeigt er sich durchaus sehr dankbar.

Seit der Eröffnung der Sportstätte hat das Herrenteam nie mehr niedriger als in der Oberliga gespielt. Viel wichtiger ist den LippeBaskets aber nach wie vor die Ausbildung der Jugend. „Für uns gilt immer noch ‚built not bought‘.“ In die erste Regionalliga müsse die erste Mannschaft auch heute gar nicht unbedingt zurückkehren.

Wichtiger sei, dass möglichst viele Kinder und Jugendliche Spaß an dem Sport fänden. Die Halle ist dabei ein familiärer Treffpunkt über Generationen hinweg: Heute treffen sich alte Mitspieler beim Training und den Spielen ihrer eigenen Kinder wieder.

Der Topzustand der Halle sei auch der Pflege durch die Hausmeister-Ehepaare der letzten Jahrzehnte zu verdanken. Einige Modernisierung hat es mittlerweile gegeben: Die Anzeigetafel wurde vor fünf Jahren erneuert. Die Körbe sind mittlerweile höhenverstellbar, damit auch die kleinsten Nachwuchsspieler Spaß an dem Sport finden können. Einen insgeheimen Traum hegt der Sportliche Leiter aber noch: „Irgendwann muss der Boden erneuert werden und dann wäre Parkett toll.“

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