Bei manchen Werner Denkmal-Projekten - hier das Haus an der Burgstraße 13 - scheint es nicht so recht voranzugehen. Oder etwa doch? © Felix Püschner
Historische Gebäude

Denkmalschutz: Arbeiten an Schlunz-Haus und Burgstraße 13 rücken näher

Bei einigen Denkmalschutz-Projekten in Werne durchlebt die Stadt fast schon so etwas wie ein Wechselbad der Gefühle. So steht’s aktuell um das Gebäude an der Burgstraße 13 und das Schlunz-Haus.

Wie geht‘s weiter mit den „Problemhäusern“ in der Lippestadt? Erst kürzlich hatte die Situation um das verfallene Gebäude an der Südmauer 27 für rege Diskussionen im Ausschuss für Stadtentwicklung und Planung gesorgt. Die SPD forderte eine Enteignungsklage gegen den Eigentümer der Immobilie, der seit Jahren nur das Nötigste tut, um die denkmalgeschützte Fassade vor noch gröberen Schäden zu schützen.

Doch das alte Gebäude an der Südmauer ist nicht das einzige Bauwerk mit besonderer historischer Bedeutung, das der Stadt Kopfschmerzen bereitet. Ganz weit oben auf der Liste steht nach wie vor das Objekt Burgstraße 13. Ein Dauerthema, bei dem immer mal wieder ein neuer Zwischenstand vermeldet wird – ohne dass sich an der Immobilie optisch allerdings grundlegend etwas verändert.

Nach wie vor sei man hier in enger Abstimmung mit Architekt und LWL, erklärte Petra Göbel, Abteilungsleiterin für Denkmalpflege bei der Stadt Werne, auf Anfrage unserer Redaktion. Gesprächsbedarf bestehe aktuell insbesondere noch in Sachen Statik. Genau genommen geht es um das hydraulische Anheben des Daches. Weil sich das als nicht so einfach erweist, hatte es vor zwei Wochen einen erneuten Ortstermin gegeben. „Aber das Gerüst steht ja schon mal. Wenn die Sache mit der Hydraulik geklärt ist, können wir weitermachen“, so Göbel. Anschließend könnte auch schon der Zimmermann loslegen.

Die Denkmalpflegerin weist mit Blick auf die übrigen Projekte auch darauf hin, dass es bei der Umsetzung keineswegs immer nur auf Aspekte wie Statik oder die Kooperationsbereitschaft der Eigentümer ankomme. Hinzu komme häufig noch ein anderes Problem: die Baustellenlogistik: „Wir werden einen Kran aufstellen müssen – die Straße ist aber ziemlich eng. Das bringt Einschränkungen mit sich, auch für den Verkehr. Wir brauchen zudem Platz, um Material lagern zu können.“

Schlunz-Haus: Start der Arbeiten im ersten Quartal 2021

Genau diese Punkte erschweren in einigen Fällen auch die Arbeiten an anderen Gebäuden. Dazu gehört etwa das Haus an der Steinstraße 1, in dem sich einst die Metzgerei Schlunz befand. Geplant ist ein Teilumbau des Baudenkmals unter Erhalt des Dachstuhls. Losgehen soll es nach jetzigem Stand im ersten Quartal 2021. Ziel sei es, eine „minimale zeitliche Störung durch Bautätigkeiten und Baulücke“ zu erreichen, so Göbel.

Voraussetzungen für die Umsetzung des Projekts seien neben der Klärung von Statik und Baustellenlogistik die zeitliche Abstimmung der Bauarbeiten mit den direkten Nachbarn sowie die denkmalrechtliche Erlaubnis und schließlich die Bauantragseinreichung. Derzeit fehle allerdings noch die Genehmigung des LWL.

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Geboren 1984 in Dortmund, studierte Soziologie und Germanistik in Bochum und ist seit 2018 Redakteur bei Lensing Media.
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Felix Püschner

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