Der Kinderschutzbund muss immer öfter eingreifen

Jahresbilanz

Immer mehr Kinder im Kreis Unna werden Opfer von Vernachlässigung, Gewalt und Misshandlung. Die Zahl der Kinder und Familien, die Hilfe benötigen, stieg 2011 deutlich an.

KREIS UNNA

27.03.2012, 15:09 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Kinderschutzbund muss im Kreis Unna immer häufiger eingreifen, wenn Kinder Opfer von Vernachlässigung, Gewalt und Missbrauch werden.

Der Kinderschutzbund muss im Kreis Unna immer häufiger eingreifen, wenn Kinder Opfer von Vernachlässigung, Gewalt und Missbrauch werden.

So finanziert sich der Kinderschutzbund
Finanziell wird der Kinderschutzbund seit 1991 vom Kreis unterstützt. Aus der Kreisumlage erhält der Kinderschutzbund jährlich 130.000 Euro. Der Vertrag läuft zunächst bis 2015. Zudem werden Spenden in etwa der gleichen Höhe eingenommen.

Auffallend ist, dass im Jahr 2011 (wie auch in den vergangen fünf Jahren) die Gruppe der vernachlässigten Kinder zahlenmäßig den größten Anteil des Klientel ausmacht. 91 Mädchen und 83 Jungen wurden aus diesem Grund vom Kinderschutzbund betreut. „In Familien, die ihre Kinder vernachlässigen, haben wir es meist mit einer Anhäufung von Problemen zu tun. Der Risikofaktor Nummer eins ist Armut.“Im vergangenen Jahr stieg auch wieder die Zahl der vom Kinderschutzbund betreuten sexuell missbrauchten Kinder. Laut Kinderschutzbund erreichte die Zahl betroffener Jungen (72) und Mädchen (75) den höchsten Stand seit zehn Jahren.

Und die Zahl der betreuten Kinder ist nur die Spitze des Eisberges: „Wir verfügen immer noch nicht über verlässliche Zahlen, wie viele Kinder im Kreis Unna tatsächlich von Gewalt, Vernachlässigung oder Missbrauch betroffen sind“, so Thöne. 

So finanziert sich der Kinderschutzbund
Finanziell wird der Kinderschutzbund seit 1991 vom Kreis unterstützt. Aus der Kreisumlage erhält der Kinderschutzbund jährlich 130.000 Euro. Der Vertrag läuft zunächst bis 2015. Zudem werden Spenden in etwa der gleichen Höhe eingenommen.

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