Deshalb erhalten Gymnasiasten in Werne neue iPads

Fragen und Antworten

Multimedial lernen auf dem nächsten Level: Am Anne-Frank-Gymnasium in Werne lernen die Fünftklässler mit iPads - mit ihren eigenen. Was ihnen das bringt, was es mit dem Projekt "Digitale Schule" auf sich hat und wer die teuren Apple-Geräte überhaupt bezahlt, erklären wir hier.

Werne

von Von Axel Palm

, 21.08.2015, 05:58 Uhr / Lesedauer: 1 min
Deshalb erhalten Gymnasiasten in Werne neue iPads

Philipp Gärtner (v. l.) und Martin Eikel von der Volksbank überbrachten Schulleiter Heinz-Joachim Auferoth den symbolischen Scheck über 5000 Euro, mit dem die Volksbank das Projekt „Digitale Schule“ am Anne-Frank-Gymnasium unterstützt.

Wieso bekommen die Schüler teure Tablets?

Seit 2014 läuft am Anne-Frank-Gymnasium das Projekt Digitale Schule. Die Kinder können Schulbücher auf ihre Geräte herunterladen und dort direkt bearbeiten. 

Auch für Fotos der Hausaufgaben für die unterschiedlichen Fächer sollen die Kinder die iPads nutzen können. Außerdem können die Kinder auf ihren eigenen Geräten Präsentationen erstellen und sie natürlich auch vor der Klasse referieren.

Welche Schüler bekommen die Geräte?

Schon im November vergangenen Jahres haben die damaligen Fünftklässler iPads bekommen. Zum Schuljahr 2015/16 folgt die zweite Runde: Erstmals werden die jungen Gymnasiasten ab ihrem Einstieg in die fünfte Klasse mit Unterstützung der Geräte unterrichtet.

Was kosten die Geräte und wer bezahlt sie?

40.000 Euro kosten die Tablets inklusive aller Apps, die die Kinder für den Unterricht brauchen. Die Hälfte davon übernimmt die Schule mit Hilfe von Spenden, die andere Hälfte tragen die Eltern in einem Kauf-Leasing-Vertragsmodell: Zwei Jahre zahlt die Schule, zwei weitere Jahre zahlen die Eltern, dann gehören die Geräte den Kindern.

Unterstützt worden ist die Schule durch Spenden des Fördervereins und von der Volksbank Kamen-Werne.

Was erhoffen sich Schulleitung und Unterstützer darüber hinaus von dem Projekt?

Die Aktion soll die Stadt Werne im Bildungssektor attraktiver machen, sagt Philip Gärtner von der Volksbank. 

Haben Schulhefte und Tafeln nun ausgedient?

Nein, nicht vollkommen. Das iPad ersetzt nicht den normalen Unterricht, sondern ist eine Möglichkeit diesen zu erweitern“, so der Schulleiter des Anne-Frank-Gymnasiums. Es werden aber auch die klassischen Medien weiterhin genutzt. 

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