Die 5 neuen Leitsätze von Werner Katholiken

Fusionierte Gemeinde St. Christophorus

Die Kirche muss sich den Herausforderungen einer sich wandelnden Welt stellen. In Werne wurden nun fünf Leitsätze formuliert. Diese Grundgedanken seien wie "Leitplanken, die unsere Gemeinde nach vorne führen". Wie sie lauten und was sich hinter ihnen verbirgt, erklären wir hier. Zudem ist Ihre Meinung gefragt.

WERNE

, 09.02.2016, 06:19 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die fusionierte Gemeinde St. Christophorus stellte jüngst die fünf Leitlinien des Pastoralplanes vor. Sie sollen die Richtung bestimmen, in die die Gemeinde künftig unterwegs ist. Aber was bedeutet das genau?

„Wir haben die Leitsätze bewusst frei formuliert, um damit gut arbeiten zu können“, sagt Pfarrdechant Jürgen Schäfer auf Anfrage unserer Redaktion. Die fünf Grundgedanken seien wie „Leitplanken, die unsere Gemeinde nach vorne führen“, sagt Schäfer. Solange man es könne, werde die Gemeinde „an drei Standorten ein Pfarrbüro haben und dort ansprechbar sein.“

Wir haben ihn zu jedem einzelnen Punkt nach seiner Interpretation gefragt. Was bedeutet also:

Kirche ist überall in Werne – und überall anders. Wir begegnen einander offen und gastfreundlich.

„Glaube ist nicht nur in der Kirche präsent, sondern in der Kita, auf dem Friedhof, im Krankenhaus. Wir berücksichtigen die unterschiedliche Entwicklung in den einzelnen Gemeindeteilen. Das wollen wir weiterentwickeln.“

 

Wir feiern und verkünden den Glauben in unterschiedlichen Weisen. Wir nehmen die heutigen Lebenswirklichkeiten in den Blick.

„Das ist unsere Selbstverpflichtung“, sagt Schäfer, „es gibt neben der gewohnten Sonntagsmesse viele andere Arten von Gottesdiensten.“ Doch auch das träfe nicht die Bedürfnisse aller Bürger. „Die Leute sollen direkt aussprechen, wofür sie einen Segen möchten. Darüber kommen wir ins Gespräch. Alles darf sein, wenn es irgendwie katholisch ist. Auch Patchwork-Familien oder Alleinerziehende sind Lebenswirklichkeiten.“

 

Wir entwickeln das Ehrenamt weiter.

„Das ist ganz einfach“, sagt der Pfarrdechant, „Kirche funktioniert nur mit Ehrenamt.“ Doch heutzutage stünden die Bürger meist nur noch begrenzt zur Verfügung. Schäfer: „Das müssen wir neu organisieren.“

Wir schaffen Räume und Gelegenheiten für den direkten Austausch.

„Es gibt ungeheure Ungleichzeitigkeiten und Missverständnisse“, sagt der Geistliche über Mängel in der Kommunikation. Persönliche Gespräche, Infozettel, Internet-Auftritt und Apps sollen das Verständnis fördern.

 

Wir übernehmen soziale Verantwortung.

„Unsere Caritas ist in Werne weit verbreitet, wir haben sieben Kindergärten, Jugendhilfe, unterstützen den Babykorb und viele mehr. Das spricht für sich.“

Katholiken in Werne
15.902 Werner sind Mitglied der katholischen Kirchengemeinde St. Christophorus.
Im Jahr 2014 traten 125 Werner aus der katholischen Kirche aus. Dem standen im gleichen Zeitraum 104 Taufen, zwei Neueintritte und drei Wiederaufnahmen gegenüber.
Bestattet wurden 2014 in St. Christophorus 179 Personen.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt