Die wichtigsten Infos zur neuen Sparkasse Lippe

Fusion rückt näher

Die Eckdaten für die Vereinigung der Sparkassen Lünen/Selm und Werne stehen fest. Die neue "Sparkasse an der Lippe" könnte am 1. Januar 2016 den Dienst aufnehmen. Für die Kunden soll sich nichts ändern, Folgen hat die Fusion natürlich trotzdem. Wir geben einen Überblick und beantworten die wichtigsten Fragen.

WERNE

, 20.10.2015, 17:48 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Baustelle Sparkasse könnte noch in diesem Monat fertig werden: Wenn alle Gremien zustimmen, fusionieren die Institute aus Lünen-Selm und Werne zur „Sparkasse an der Lippe“.

Die Baustelle Sparkasse könnte noch in diesem Monat fertig werden: Wenn alle Gremien zustimmen, fusionieren die Institute aus Lünen-Selm und Werne zur „Sparkasse an der Lippe“.

Wird es in Werne weiterhin eine Sparkasse geben?

Natürlich. Die „Sparkasse an der Lippe“ ist für die Städte Lünen, Selm und Werne zuständig. Sie hat lediglich ihren Hauptsitz in Lünen.

 

Wird es nach der Fusion zu Filialschließungen in den Städten kommen?

Gut möglich. Die Bürgermeister von Lünen, Werne und Selm haben das zumindest in der Vergangenheit nicht explizit ausgeschlossen. Betriebsbedingte Kündigungen sind durch den Vertrag faktisch ausgeschlossen.

Wie viele Mitarbeiter haben die Sparkassen?

In Werne sind 120 Menschen beschäftigt, die Sparkasse Lünen (mit Selm) hat 280 Mitarbeiter.

 

Wer ist Träger der neuen Sparkasse?

Der „Sparkassenzweckverband der Städte Lünen, Selm und Werne“, dem die Lippestadt zum 1. Januar 2016 beitreten würde.

 

Wer sitzt künftig im Verwaltungsrat?

Bis 2020 hat dieses Gremium 19 Mitglieder – sechs aus Lünen, zwei aus Selm und fünf aus Werne sowie sechs Mitarbeitervertreter. In den nachfolgenden Kommunalwahlperioden besteht der Verwaltungsrat aus 15 Mitgliedern – fünf aus Lünen, einem aus Selm, vier aus Werne sowie fünf Mitarbeitervetretern. Letztere werden von der Personalversammlung bestimmt.

Jetzt lesen

Wie wird der Jahresüberschuss der Sparkasse künftig aufgeteilt?

Von 2016 bis 2019 erhält die Stadt Lünen 55,25 Prozent, Selm 9,75 Prozent und Werne 35 Prozent. Ab dem Geschäftsjahr 2020 ist die Aufteilung wie folgt: 55,04 Prozent, Selm 9,71 Prozent und Werne 35,25 Prozent. Laut Fusionsvertrag soll sich das Spendenverhalten der Sparkasse „an diesem Verhältnis orientieren“.

 

Was heißt das in absoluten Zahlen?

Schwierig zu sagen, weil der Jahresüberschuss der Sparkasse je nach wirtschaftlicher Lage schwanken kann. Die Stadtsparkasse Werne hat im Geschäftsjahr 2014 beispielsweise rund 360.000 Euro Bilanzgewinn ausgewiesen, 2013 waren es noch rund 860.000 Euro. Die Sparkasse Lünen hat 2014 eine Million Euro Gewinn erwirtschaftet, 2013 waren es „nur“ rund 370.000 Euro.

 

Und wie verhält es sich mit der Gewerbesteuer?

Die Zerlegung des Gewerbesteuermessbetrags orientiert sich am gleichen Schlüssel wie die Verteilung des Jahresüberschusses – sowohl für die Geschäftsjahre 2016 bis 2019 als auch für die Zeit ab 2020.

Jetzt lesen

Wann ist die Fusion endgültig?

Wenn die Räte der Städte Lünen (29. Oktober), Selm (Mittwoch, 21. Oktober) und Werne (Donnerstag, 22. Oktober) sowie der Sparkassenzweckverband der Städte Lünen und Selm (27. Oktober) zugestimmt haben. Es wäre also theoretisch noch möglich, dass die Fusion scheitert.

 

Und was sagt der designierte Vorsitzende Thomas Lohmann dazu?

Solange nichts definitiv entschieden ist, will er sich nicht zu dem Thema äußern und verweist auf die Träger der beteiligten Sparkassen.

Lesen Sie jetzt