Wochenrückblick

Die Woche in Werne: Bombenattentäter, Politik in Krisen-Zeiten, Feueralarm bei RCS

Gerade in Zeiten der Pandemie überschlagen sich die Nachrichten. Wir blicken auf die Themen, die in den vergangenen sieben Tagen in Werne besonders für Aufsehen gesorgt haben - auch abseits von Corona.
Wir blicken auf Themen, die die Lippestadt in den vergangenen sieben Tagen besonders bewegt haben. © Feldermann

Für Fassungslosigkeit sorgte in dieser Woche eine Pressemittelung des Oberlandesgerichts in Düsseldorf. Ein 27-jähriger Werner muss sich nun vor Gericht verantworten. Der Mann war 2018 als Flüchtling nach Deutschland gekommen und nach eigenen Angaben Mitglied der tamilischen Terrororganisation „Liberation Tigers of Tamil Eelam“ (LTTE). Angeklagt ist der Tamile, weil er im September 2008 an einem Bombenattentat auf einen Armee-Konvoi in Sri-Lanka beteiligt gewesen sein soll. Bei dem Anschlag kamen sechs Menschen ums Leben.

Einen Brand musste die Werner Feuerwehr bei der Firma RCS bekämpfen.
Einen Brand musste die Werner Feuerwehr bei der Firma RCS bekämpfen. © Freiwillige Feuerwehr Werne © Freiwillige Feuerwehr Werne

Feueralarm bei RCS sorgt für Aufsehen in Werne

Mit einem großen Aufgebot rückte die Feuerwehr am Dienstagabend (12. Januar) zur Capeller Straße aus. Der Grund: Ein Brand beim Entsorgungsunternehmen RCS. Vermutlich hatte falsch entsorgter Müll – in diesem Fall ein Lithium-Ionen-Akku in den Mischwertstoffen – das Feuer in der mittleren von drei offenen Außenremisen verursacht. Die Flammen drohten auf weitere Gebäudeteile überzugreifen. Eine knappe Dreiviertelstunde nach der Alarmierung hatten die Einsatzkräfte das Feuer allerdings bereits unter Kontrolle gebracht. Ein Schaden am Dach des offenen Lagerplatzes sowie ein Übergreifen auf benachbarte Remisen konnte verhindert werden.

Marco Dellwig und Barbara Kipp an dem gefüllten Außenbecken des Solebads mit Eisdruckpollern, die bei Frost Beschädigungen verhindern sollen.
Marco Dellwig und Barbara Kipp an dem gefüllten Außenbecken des Solebads mit Eisdruckpollern, die bei Frost Beschädigungen verhindern sollen. © Jörg Heckenkamp © Jörg Heckenkamp

Trotz Lockdown: Kein absoluter Stillstand im Solebad

In Lockdown-Zeiten sollte der Betrieb im Solebad normalerweise ruhen, tut er aber nicht. Zumindest nicht ganz. Denn obwohl das Bad derzeit keine Besucher empfangen darf, läuft die Technik weiter. Das Bad befindet sich im Standby-Modus. So finden etwa weiter Wasserumwälzungen im Becken statt. Auch das Blockheizkraftwerk wurde nicht abgeschaltet. Tatsächlich hat Letzteres sogar ökonomische Vorteile. Denn: Würde man das Bad wieder öffnen, müsste man Strom ansonsten zunächst extern einkaufen, erklärte Badleiter Jürgen Thöne im Gespräch mit unserer Redaktion.

Auf den Treuebonus der VKU warten einige Kunden immer noch.
Auf den Treuebonus der VKU warten einige Kunden immer noch. © VKU Kamen © VKU Kamen

Politik in Werne sagt Ausschüsse ab – und fordert Alternativen

Eigentlich war sich die Werner Politik ja weitgehend einig – aber glücklich war trotzdem niemand. Peu à peu wurden die Ausschusssitzungen für den Monat Januar abgesagt. Das Argument: Die Pandemiesituation lasse solche Veranstaltungen nicht zu. Man müsse gerade in diesen Zeiten seiner Vorbildfunktion gerecht werden und könne sich daher nicht einfach mit 20 Leuten treffen, hieß es beispielsweise aus den Reihen der CDU. Allerdings dürfe die Politik deswegen nicht stillstehen. Daher fordere man digitale Wege in Form von Online-Versammlungen. Das hatte kurz zuvor auch die FDP vorgeschlagen – und zwar nicht zum ersten Mal. Schon im März 2020 hatten die Liberalen einen solchen Vorschlag gemacht. Die Verwaltung hatte daraufhin zu bedenken gegeben, dass durch Videokonferenzen nicht die Öffentlichkeit gewährleistet sei.

Die für Januar geplanten Ausschusssitzungen wurden in Werne abgesagt.
Die für Januar geplanten Ausschusssitzungen wurden in Werne abgesagt. © Jörg Heckenkamp © Jörg Heckenkamp

Nach Schienenersatzverkehr: Langes Warten auf den Treuebonus

Monatelang mussten Pendler zwischen Werne und Münster auf den Schienenersatzverkehr ausweichen, weil auf der Strecke der Eurobahnlinie RB50 Bauarbeiten anstanden. Das stellte viele Menschen auf eine harte Geduldsprobe – und bei einigen dauert diese nach wie vor an. Zum Beispiel bei Andrea Steinmetz-Bauer. Die VKU hatte der Wernerin – genauso wie vielen anderen Kunden – einen Treuebonus versprochen, wenn sie ihr Abo während der Zeit des Schienenersatzverkehrs nicht kündige. Auf den Bonus in Form einer teilweisen Rückerstattung der Abo-Kosten wartet manch ein Kunde allerdings immer noch.

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