Bande hat Hunderte Transporter aufgebrochen – Festnahmen in Werne und Unna

Handwerkerfahrzeuge aufgebrochen

Sie waren deutschlandweit aktiv und haben Autos aufgebrochen. Jetzt hat die Polizei eine Diebes-Bande in Werne und Unna hochgenommen. Die Zahl der Fälle lässt sogar die Polizei aufhorchen.

Werne, Unna

, 09.07.2019 / Lesedauer: 2 min
Bande hat Hunderte Transporter aufgebrochen – Festnahmen in Werne und Unna

Die gefundene Beute der Bande war groß und bestand aus teurem Werkzeug. © Polizei

Monatelang war die Polizei einer Diebes-Bande auf der Spur, die in ganz Deutschland Handwerksfahrzeuge aufgebrochen haben soll. Jetzt ist der Polizei die Bande in Werne und Unna ins Netz gegangen.

Am Freitagnachmittag, 5. Juli, hat die Polizei drei Hauptbeschuldigte widerstandslos festgenommen. Die aus Serbien stammende Bande hat sich nach Erkenntnissen der zuständigen Kreispolizeibehörde Mettmann schon vor mindestens zwei Jahren zum banden- und gewerbsmäßigen Diebstahl von hochwertigen Werkzeugen aus Handwerkerfahrzeugen zusammengeschlossen.

Polizei hat drei Lagerstätten mit Beweisen durchsucht

Drei von der Bande genutzte Lagerstätten haben die Beamten am selben Tag durchsucht. Dabei konnten etwa 500 Asservate – darunter überwiegend hochwertiges Handwerker- und Profiwerkzeug aus den Beutezügen der Bande – aufgefunden und sichergestellt werden.

Schon durch die bis zum Festnahmetag geführten Mettmanner Ermittlungen konnten den drei inzwischen in Haft sitzenden Bandenmitgliedern (zwei Männer, eine Frau) bereits mehr als 150 Taten mit einer Schadenshöhe von geschätzt mehr als 750.000 Euro beweiskräftig nachgewiesen werden.

Polizei geht von mindestens 600 bis 800 Taten aus

Doch es kommt noch dicker. Die weiterhin andauernden Ermittlungen, insbesondere im Zusammenhang mit dem umfangreich sichergestellten Diebesgut, lassen inzwischen auf eine weitaus höhere Anzahl von Fahrzeugaufbrüchen schließen.

Die Polizei geht von mindestens 600 bis 800 Taten aus. Die Taten wurden von der Bande nicht nur in NRW, sondern auch in den Bundesländern Hessen und Niedersachsen verübt.

Die kriminalpolizeiliche Arbeit der Einsatzkommission dauert weiter an. Aus ermittlungstaktischen Gründen gibt es dazu aktuell noch keine weiteren Informationen.

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