Diesen Landrover fährt der Werner Rettungsdienst

Individuell angefertigt

Die kleinste Einheit im Rettungsdienst vom Kreis Unna steht zwar in Werne, dafür aber besitzt die Werner Wache ein einzigartiges Notarzteinsatzfahrzeug (Nef) - das es wohl so noch nie gegeben hat und geben wird. „So wie es dasteht, könnte es nicht nachgebaut werden“, sagt der Leiter des Rettungsdienstes Hartmut Kröger (48). Wir haben es uns im Detail angeschaut.

WERNE

, 02.03.2016, 05:24 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Landrover wurde nach den Wünschen des Werner Rettungsdienstes umgebaut.

Der Landrover wurde nach den Wünschen des Werner Rettungsdienstes umgebaut.

Zum einen wird das Landrover-Modell „Discovery IV“ nicht mehr gebaut und zum anderen ist die Sonderanfertigung des Notarzteinsatzfahrzeugs speziell nach den Wünschen der Werner Rettungskräfte umgebaut worden.

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Diesen Landrover fährt der Werner Rettungsdienst

Die kleinste Einheit im Rettungsdienst vom Kreis Unna steht zwar in Werne, dafür aber besitzt die Werner Wache ein einzigartiges Notarzteinsatzfahrzeug (Nef) - das es wohl so noch nie gegeben hat und geben wird. „So wie es dasteht, könnte es nicht nachgebaut werden“, sagt der Leiter des Rettungsdienstes Hartmut Kröger (48). Was der Wagen des Werner Notarztes im Detail kann, zeigt unsere Fotostrecke.
26.02.2016
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Seit Anfang des Jahres verfügt der Rettungsdienst über ein neues Notarzteinsatzfahrzeug.© Foto: Helga Felgenträger
Seit Anfang des Jahres verfügt der Rettungsdienst über ein neues Notarzteinsatzfahrzeug, Landrover Discovery IV.© Foto: Helga Felgenträger
Seit Anfang des Jahres verfügt der Rettungsdienst über ein neues Notarzteinsatzfahrzeug.© Foto: Helga Felgenträger
Seit Anfang des Jahres verfügt der Rettungsdienst über ein neues Notarzteinsatzfahrzeug, Landrover Discovery IV.© Foto: Helga Felgenträger
Sobald das Fahrzeug in der Garage ist, wird es an die Ladestation angesteckt. Sämtliche elektrische Geräte werden darüber geladen.© Foto: Helga Felgenträger
Blaulichtbalken mit Arbeitsscheinwerfer.© Foto: Helga Felgenträger
Blaulichtbalken mit Suchscheinwerfer rechts und links.© Foto: Helga Felgenträger
Blaulichtbalken mit Rückwärtswarnsystem.© Foto: Helga Felgenträger
Das Notarzteinsatzfahrzeug ist auf die Bedürfnisse des Werner Rettungsdienstes abgestimmt.© Foto: Helga Felgenträger
Unter dem Griff der Heckklappe ist die Rückfahrkamera mit 360 Grad Umsicht untergebracht.© Foto: Helga Felgenträger
Hochleistungs-LEDs gehen beim Öffnen der Heckklappe automatisch an.© Foto: Helga Felgenträger
Die zweigeteilte Heckklappe kann als Ablage verwendet werden.© Foto: Helga Felgenträger
Im Heckraum liegen drei Rucksäcke: für den normalen Einsatz, Kinderrucksack und die chirurgischen Notfälle.© Foto: Helga Felgenträger
Im Hintergrund der Notfall-Rucksack für Kinder-Notfälle.© Foto: Helga Felgenträger
Im Heckraum liegen drei Rucksäcke für Notfälle mit Erwachsenen, mit Kindern und speziell für chirurgische Notfälle.© Foto: Helga Felgenträger
Für kleinere Notfälle reicht das Oxybag (Sauerstoffflasche mit Maske) aus.© Foto: Helga Felgenträger
Beatmungsgerät und Absauggerät (links).© Foto: Helga Felgenträger
Mit dem Geräteschlitten lassen sich Beatmungsgerät, EKG-Gerät mit Defibrillator, Absaugpumpe und einer Reservesauerstoffflasche herausziehen. Rechts im bild der Notfallrucksack für Erwachsene.© Foto: Helga Felgenträger
Rettungsdienstleiter Hartmut Kröger öffnet die geteilte Heckklappe, die gleichzeitig eine Ablagefläche bietet.© Foto: Helga Felgenträger
Die Heckklappe ist zweigeteilt.© Foto: Helga Felgenträger
Das Fahrzeug ist mit Xenon-Scheinwerfern mit LED-Tagfahrlicht ausgestattet.© Foto: Helga Felgenträger
Der Landrover wurde nach den Wünschen des Werner Rettungsdienstes umgebaut.© Foto: Helga Felgenträger
Der Landrover wurde nach den Wünschen des Werner Rettungsdienstes umgebaut.© Foto: Helga Felgenträger
Hinter dem Rücksitz befindet sich der Perfusor, mit dem Medikamente elektronisch dosiert werden können. Rechts der Heizlüfter.© Foto: Helga Felgenträger
Hinter dem zugeklappten Rücksitz ist das Bergewerkzeug befestigt.© Foto: Helga Felgenträger
Hartmut Kröger, Leiter des Rettungsdienstes.© Foto: Helga Felgenträger
Sowohl über analogen als auch digitalen Funk sind die Rettungskräfte zu erreichen. In der Mittelkonsole befindet sich die Schaltereinheit für Blaulicht und Martinshorn.© Foto: Helga Felgenträger
In der Schrankeinheit befindet sich auch ein Wärmefach.© Foto: Helga Felgenträger
Hinter dem Beifahrersitz befindet sich ein Fach für medizinisches Material.© Foto: Helga Felgenträger
In der Schrankeinheit befindet sich ein Kompressor-Kühlschrank.© Foto: Helga Felgenträger
Hinter dem Beifahrersitz befindet sich ein Schrank mit mehreren Fächern.© Foto: Helga Felgenträger
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„Im Team haben wir uns überlegt, wie er nach unseren Bedürfnissen eingerichtet werden sollte“, sagt Kröger. Wo sollte das EKG-Gerät mit dem Defibrillator stehen? Das Beatmungsgerät, die Absaugpumpe, das Bergewerkzeug oder die Rucksäcke für die Notfalleinsätze? Wo sollten die Wärme- und Kühlfächer angeordnet sein? Für all das mussten Schränke, Fächer und Klappen angefertigt werden. Dort, wo sich eigentlich die Rücksitzbank befindet, steht jetzt die Schrankeinheit mit den medizinischen Materialien.

Genormtes Material

„Die Ausbauspezialisten für Rettungsfahrzeuge entkernten das Fahrzeug“, erklärt Kröger. Nach dem Ausbau bestückten die Werner Rettungskräfte ihr Fahrzeug mit den Materialien, die nach DIN für einen Notarztfahrzeuge vorgeschrieben sind.

Dass es nun ausgerechnet ein Landrover geworden ist, das war aus der Not heraus geboren. „Weder Mercedes noch VW konnte uns einen verbindlichen Liefertermin für ein Allradfahrzeug zusagen.“ Erst Landrover war dazu in der Lage, so Kröger.

Sonderanfertigung 

Die Sonderanfertigung stellte die Firma „Ambulanz Mobile“ in Schönebeck (Elbe) vor eine besondere Herausforderung. Die Spezialisten hatten noch nie einen Landrover Discovery in ein Notarzteinsatzfahrzeug umgebaut. Aber es funktionierte.

Die Sonderanfertigung ist seit 19. Januar im Einsatz und die Wache hat es nicht bereut. „Der Wagen bietet deutlich mehr Platz als ein BMW X3 oder der ausrangierte Audi A6, den wir bisher hatten“, sagt Kröger und ist voll des Lobes. Der alte Audi steht jetzt als Reservefahrzeug auf dem Hof der Wache. Ob der Wagen bei der Werner Rettungswache bleiben kann, das entscheidet demnächst der Rettungsdienst-Bedarfsplan des Kreises Unna.

Der Werner Rettungsdienst in Kürze:

  • Die Stadt Werne verfügt über zwei Rettungstransportwagen und Krankenwagen sowie ein Notarzteinsatzfahrzeug, das am St.-Christophorus-Krankenhaus stationiert ist.
  • Die Rettungswache beschäftigt 21 hauptamtliche Rettungsassistenten sowie eine Jahrespraktikantin.
  • Einsatzzeiten: An 7 Tagen in der Woche rund um die Uhr.
  • Hartmut Kröger, Leiter des Rettungsdienstes, seit dem 2. Januar 2011.
  • Notarzteinsatzfahrzeug: Landrover, Discovery IV, Baujahr 2015, seit 19. Januar im Einsatz.
  • Anschaffung: 82.000 Euro, davon 27.000 Euro Sonderanfertigung plus Digitalfunk und Rescuetrack (Navigation und Vernetzung mit der Leitstelle), Sonderanfertigung der Firma Ambulanz-Mobile aus Schönebeck an der Elbe, Bestückung nach DIN 75079.
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