Mobile Luftreiniger wird es an den schulen in Werne wohl vorerst nicht geben. © picture alliance/dpa (Symbolbild)
Luftfilter

Diskussion über Luftreiniger für Werner Schulen – „Es müsste trotzdem weiter gelüftet werden”

Die Diskussion rund um Luftfilteranlagen für Werner Schulen ebbt nicht ab. Zuletzt wurde das Thema im Schulausschuss der Stadt Werne diskutiert. Mit dem Ausgang waren nicht alle zufrieden.

Mobile Luftreiniger für die Schulen in Werne – ja oder nein? Vor dieser Frage stand der Schul-und Sportausschuss der Stadt Werne am Dienstag (31. August 2021). Auslöser war ein entsprechender Antrag der Fraktion der Linken, die forderte, mobile Luftreiniger für alle Schulklassen anzuschaffen. Und zwar schnellstmöglich, spätestens aber bis zu den Winterferien.

Die Diskussion eröffnete die Verwaltung. Katrin Kötter, zuständig für die Bereiche Bildung, Kultur und Sport bei der Stadt Werne erklärte: „Wir halten uns an die fachlichen Empfehlungen.” Luftfilter seien nur in den Fällen notwendig, in denen eine ausreichende Belüftung der Räume nicht möglich sei.

„Eine Überprüfung der Räumlichkeiten an den Schulen in Werne hat ergeben, dass in fast allen Räumen eine natürliche Belüftung gut möglich ist.” Es gebe nur wenige Ausnahmen, wie einen innen liegenden Raum am Anne-Frank-Gymnasium.

„Förderfähig im Rahmen der Förderprogramme zu Luftfiltern sind nur Anlagen für Räumlichkeiten der Kategorie zwei. Das trifft aber nicht auf die Räume in Werne zu.”

Räume an Werner Schulen nicht förderfähig

Das Umweltbundesamt hatte die Schulräume in drei Kategorien eingeteilt:

  • Kategorie 1: Räume mit guter Lüftungsmöglichkeit (raumlufttechnische Anlage und/oder Fenster weit zu öffnen)
  • Kategorie 2: Räume mit eingeschränkter Lüftungsmöglichkeit (keine raumlufttechnische Anlage, Fenster nur kippbar bzw. Lüftungsklappen mit minimalem Querschnitt)
  • Kategorie 3: Nicht zu belüftende Räume

„Eine Notwenigkeit von mobilen Luftreinigern wird nicht gesehen”, sagte Frank Adamietz vom Kommunalbetrieb Werne. Auch die Politik hatte einige Bedenken zu dem Antrag der Linken. „Wir können uns dem Antrag so nicht anschließen”, so Uta Leisentritt von der CDU. Man bekäme keine Fördermittel, weil es nicht notwendig sei und selbst wenn mobile Luftreiniger angeschafft würden, müsse man weiter Stoßlüften. Dirk Pohl von der SPD gab zu bedenken: „Muss das Brummen der Maschinen wirklich sein?” Und auch Eberhard Stroben von den Grünen sagte: „Uns erschließt sich die Notwendigkeit nicht wirklich.”

Andreas Schütte von den Linken hielt dagegen: „Wir haben doch gerade gehört, wie viele Kinder in Quarantäne sind. Die Inzidenzen bei den Kindern sind sehr hoch, wir müssen Schülerinnen und Schüler besser schützen. Das sind wir ihnen schuldig.”

Lüften bei Minusgraden?

Unterstützung erhielt Die Linke von der FDP, im Ausschuss vertreten durch Tanja Zimmermann. „Soll im Winter wieder bei Minusgraden gelüftet werden? Bei Klausuren? Das ist nicht mehr zu stemmen.” Das es keine Fördergelder gibt, dürfe kein Argument sein.

Uta Leisentritt verwies in diesem Zusammenhang allerdings nochmal darauf: „Es müsste trotzdem weiter gelüftet werden.” Am Ende wurde der Antrag der Linken mit großer Mehrheit abgelehnt.

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