Städtische Gebäude

Kosten verdoppeln sich für energie-effiziente Turnhalle in Werne

Eigentlich sollten in der Turnhalle an der Horster Straße nur einige Sachen saniert werden. Doch Ende 2021 hat die Stadt ihren Förderantrag noch einmal ergänzt -auch um energieeffiziente Maßnahmen.
Eine Turnhalle der Stadt Werne.
Die Turnhalle der ehemaligen Wiehagenschule, hier ein Archivbild von 2019, wird aufwendig saniert. Die Kosten haben sich dadurch verdoppelt. © Jörg Heckenkamp (A)

Obwohl sich die neue Bundesregierung darauf verständigt hat, das sogenannte „Bund-Länder-Investitionsprogram“ ab dem kommenden Jahr 2023 nicht mehr fortzuführen, erhält die Stadt Werne Fördermittel in Höhe von 1.131 Millionen Euro für die Sanierung der Turnhalle an der Horster Straße. Das hat die Stadt Werne nun in einer Pressemitteilung mitgeteilt.

„Sporthallen sind Plätze der Begegnung, des Wettkampfes, aber auch des Miteinanders und tragen damit – neben der sozialen Integration und der Gesundheit unserer Bürger – zum Zusammenhalt unserer Gesellschaft bei“, erläutert Bürgermeister Lothar Christ, der sich über die verbindliche 90-prozentige Förderzusage freut.

Bereits im vergangenen Jahr waren der Stadt Werne von der zuständigen NRW-Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung, Ina Scharrenbach, entsprechende Fördermittel in Aussicht gestellt worden. Insgesamt 66 Projekte mit einer Fördersumme von rund 50 Millionen Euro sind für diese landesweite Modernisierung vorgesehen.

Eine Baustelle.
Die alte Wiehagenschule an der Horster Straße, zu der die Turnhalle gehörte, ist abgerissen, stattdessen entstand das „Kastanien-Wohnquartier“. © Felix Püschner

Der städtischen Sporthalle an der Horster Straße kommt – bedingt durch den Wegfall der Jahnturnhalle – eine große Bedeutung bei der Bereitstellung von Übungs- und Nutzungsstunden durch den TV Werne zu. Derzeit haben dort unter anderem der TV-Turnkindergarten sowie die Judo-Abteilung eine sportliche Heimat gefunden.

Kosten sind von 600.000 auf 1,2 Millionen gestiegen

Als die Stadt Werne die Fördergelder vor zwei Jahren beantragte, rechnete der ehemalige Sportdezernent Alexander Ruhe mit 500.000 bis 600.000 Euro an Sanierungskosten. Doch in Zeiten steigender Baukosten hat sich diese Kalkulation nun nach oben verändert. Frank Adamietz vom Kommunalbetrieb Werne (KBW), der sich unter anderem um das Management der städtischen Gebäude kümmert, rechnet im Gespräch mit uns mit Kosten von rund 1.260 Millionen Euro, von denen die Stadt 10 Prozent selber trägt.

Ursprünglich hatte es geheißen, dass die Förderung 100 Prozent der Kosten decke. Warum es nun „nur“ noch 90 Prozent der Summe sind, konnte Frank Adamietz auf Anfrage nicht erklären.

Die gestiegenen Kosten erklären sich vor allem durch eine umfangreichere Sanierung, die die Stadt nun an der Turnhalle vornimmt. Dafür haben man Ende 2021 noch einmal eine Aktualisierung des Förderantrages vornehmen können, so Adamietz. Grund dafür sei vor allem, dass man den Themen Nachhaltigkeit und Energieeffizienz Rechnung tragen wolle. Deshalb werden nun neben Fassade, Decke und Fenstern auch die Türen erneuert. Außerdem bekommt die Turnhalle einen sogenannten Prallschutz an den Innenwänden der Sporthalle, neue Beleuchtung, eine neue Lüftungsanlage und eine Wärmepumpe.

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