Giftige Raupe: Situation hat sich beruhigt, Experte warnt schon vor zu starker Bekämpfung

Eichenprozessionsspinner

Schädlingsbekämpfer im Dauereinsatz, Allergien und knappe Medikamente: Der Eichenprozessionsspinner hat Werne beschäftigt. Jetzt entspannt sich die Lage. Doch die natürliche Gefahr bleibt.

Werne

, 27.07.2019 / Lesedauer: 2 min
Giftige Raupe: Situation hat sich beruhigt, Experte warnt schon vor zu starker Bekämpfung

Die Nester der Eichenprozessionsspinner waren an vielen Stellen in Werne zu setzen. Nun hat sich die Lage entspannt. Dennoch gibt es noch keine Entwarnung. © Till Goerke (A)

Langsam kann Burkhard Klinkhammer durchatmen. Der Experte für Umweltschutz der Stadt Werne, verzeichnet nun keine neuen Meldungen über Eichenprozessionsspinner. „Die Situation hat sich beruhigt. Entwarnung kann man aber noch nicht geben“, erklärt Klinkhammer.

Von den giftigen Raupen geht weiter eine natürliche Gefahr aus. Die Raupen befinden sich in dem Stadium, in dem sie sich verpuppen. Wohl ab August beginnt der Schwärmflug. Dann können wieder die giftigen Brennhaare durch die Luft wirbeln. Diese können für Atemwegs- oder Hautreizungen sorgen.

Warnschilder stehen noch

Deshalb stehen an einigen Stellen wie an der Stockumer Straße oder am Grote Dahlweg weiter die Warnschilder, so Klinkhammer. Insgesamt habe die Stadt 41 Schilder in Werne aufgestellt. Das zeigt, wie sich die Raupe ausgebreitet hat.

Und das trotz präventiver Maßnahmen der Schädlingsbekämpfer. Klinkhammer hat da seine Theorie: „Vielleicht waren einige Bäume einfach zu groß. Da konnte man mit dem Sprühnebel vielleicht nicht bis ganz oben an die Krone kommen.“

Für das kommende Jahr will die Stadt wieder Eichen an sensiblen Stellen wie Kindergärten und Schulen behandeln lassen. „Man darf aber auch nie vergessen, dass das ein erheblicher Eingriff in das Ökosystem ist“, sagt der Experte. Denn auch Schlupfwespen, Laufkäfer oder Wanzen könnten dadurch bekämpft werden.

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