Einbruchs-Prozess: Angeklagter streitet alles ab

Taten in Dortmund, Selm und Werne

"Ich habe nichts getan. Da bin ich nie gewesen. Und meine angeblichen Mittäter kenne ich gar nicht." Zum Auftakt des Prozesses um eine Serie von Wohnungseinbrüchen in Dortmund, Selm, Werne und Umgebung hat einer der Angeklagten alle Vorwürfe vehement von sich gewesen. Und damit immer noch mehr gesagt als der andere Angeklagte.

DORTMUND/SELM/WERNE

22.04.2016, 13:18 Uhr / Lesedauer: 1 min

Denn sein mitangeklagter Freund schwieg beim Prozessauftakt am Freitag lieber.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Duo vor, für mindestens 35 Einbrüche im vergangenen Jahr verantwortlich zu sein. Die Dunkelziffer liegt allerdings noch weitaus höher.

In Dortmund lagen die Tatorte unter anderem in Wickede, Deusen und Holzen. Der Wert der Beute liegt deutlich im fünfstelligen Bereich.

In Selm sollen die Männer in eine Tierarztpraxis eingebrochen sein und ein Mikroskop und Bargeld gestohlen haben.

In Werne sollen die Männer versucht haben, in eine Tierarztpraxis einzubrechen. Dabei sollen sie allerdings gestört worden sein, sodass sie ohne Beute fliehen mussten.

Handy "immer mal wieder an Freunde verliehen"

Die beiden 25 und 36 Jahre alten Männer waren Ende 2015 nach umfangreichen Telefonüberwachungen von der Polizei festgenommen worden. Der Ältere will allerdings erklären können, warum sein Mobiltelefon ins Visier der Ermittler geriet. „Ich habe es immer mal wieder tageweise an Freunde verliehen“, sagte er.

Diese hätten die Navigationsfunktion des Gerätes nutzen wollen. Was die Männer dann noch mit dem Telefon gemacht hätten, wisse er natürlich nicht. Mit anderen Worten: Natürlich könne es deshalb sein, dass sein Handy deshalb bei Einbruchstouren verwendet worden sei.

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