In der Kita Arche Noah in Werne war am Freitag ein Corona-Fall gemeldet worden. Das Mädchen wurde in Bayern getestet. © Tobias Larisch
Wegen Test-Verspätung in Bayern

Eine Gruppe der Kita Arche Noah ist immer noch in Quarantäne

Nach einem Coronafall in der Kita Arche Noah in Werne muss eine Gruppe zuhause bleiben. Die Leiterin erklärt, warum nicht die ganze Kita schließen musste und sie nicht von „Test-Schlamperei“ spricht.

Am Freitag (14. August) war bekannt geworden, dass ein Kind der Kita Arche Noah in Werne sich mit dem Coronavirus infiziert hatte. Das Mädchen wurde in Bayern auf das Virus getestet. Die Ergebnisse lagen aber erst drei Tage, nachdem das Kind wieder in die Kita ging, vor. Der Test des Bruders, der zur Wiehagenschule geht, war negativ.

Von einer „Test-Schlamperei“ wollte Ulrike Plutat, Leiterin der Einrichtung an der Jüngststraße, aber trotz der verzögerten Übermittlung der Ergebnisse nicht sprechen. „Keiner hat das extra gemacht. So etwas kann passieren.“

Die Verspätung hatte aber zur Folge, dass die 20 Kinder und 4 Erzieherinnen der Gruppe, in die das infizierte Kind geht, auf das Virus getestet werden mussten. Die ersten Tests am Freitag waren alle negativ. Trotzdem müssen die Kontaktpersonen bis zur zweiten Testreihe am Donnerstag (20. August) zuhause bleiben.

Leiterin lobt Eltern

Dass nicht die ganze Kita in Quarantäne musste, liege an der strikten Trennung der Gruppen voneinander. „Das ist zwar mit erhöhtem Personalaufwand verbunden, aber die Eltern freuen sich, dass wir darauf Wert legen und ihre Kinder daher weiter kommen dürfen“, sagt Plutat.

Die Leiterin lobt auch die Eltern: „Sie sind sehr verständnisvoll und halten sich an unsere Regeln. Auch über die große Bereitschaft der Kinder, die Auflagen in ihren Alltag einzubinden, staune sie.

Über den Autor
Volontär
Hat im Mai 2020 in der für den Lokal-Journalismus aufregenden Corona-Zeit bei Lensing Media das Volontariat begonnen. Kommt aus Bochum und hatte nach drei Jahren Studium in Paderborn Heimweh nach dem Ruhrgebiet. Möchte seit dem 17. Lebensjahr Journalist werden.
Zur Autorenseite
Tobias Larisch
Lesen Sie jetzt